Wütende Fahrgäste im Video

Kurzschluss am Stachus legt 250 Züge lahm

München - Nicht nur auf der Strecke der S3 herrschte nach dem schlimmen Unfall Chaos: Auch die Stammstrecke war dicht, die Züge der S-Bahn fuhren nicht nach Fahrplan. Wütende Fahrgäste sprachen mit uns.

Der Mittwochmorgen dürfte vielen Pendlern besonders schlimm in Erinnerung bleiben. Nicht nur, dass es einen schlimmen Unfall auf der Strecke der S3 bei Olching gegeben hat. Auch auf der Stammstrecke herrschte Chaos.

Um 7.48 Uhr bremste ein Kurzschluss am Stachus die S-Bahnen auf der Stammstrecke aus. Die Bahn konnte die Ursache nicht finden und schaltete zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke die Oberleitung ab. Für die Fahrgäste hieß es: Bitte aussteigen! Zehntausende Pendler drängten daraufhin in die U-Bahnen, um doch noch pünktlich zur Arbeit zu kommen. Die Züge der Linien U2, U4, U5 und U7 verspäteten sich bis zu zehn Minuten. Auch die Tram 19 war völlig überfüllt. Sie fährt von Pasing über Hauptbahnhof, Stachus, Theatinerstraße und Max-Weber-Platz Richtung Ostbahnhof und wurde als Ausweichroute zur S-Bahn genutzt.

In der Zwischenzeit suchten Bahn-Mitarbeiter zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke vergebens nach dem Grund für den Kurzschluss, zum Beispiel einem Metallteil an der Oberleitung. Ein Probezug konnte die Stammstrecke aber ohne Probleme passieren. Deshalb fuhren ab 10.20 Uhr die ersten S-Bahnen wieder durch die Innenstadt. Der reguläre Fahrplan konnte erst ab 13.15 wieder eingehalten werden. Bis dahin fielen rund 250 Züge aus oder waren verspätet. 

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kg/bea

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