Saftige Strafe für Watschn

Königsdorf/Wolfratshausen - Einem 28-jährigen Wolfratshauser kommt eine Watschn teuer zu stehen. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu 5600 Euro Geldstrafe.

Weil er heuer nach einem Faschingsball in Königsdorf einen anderen Gast ins Gesicht geschlagen hatte, musste sich der 28-jährige Wolfratshauser wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte räumte ein, dem acht Jahre jüngeren, ebenfalls aus Wolfratshausen stammenden Geschädigten mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen zu haben. Allerdings, wie er glaubte, aus triftigem Grund. Der Groß- und Einzelhandelskaufmann hatte die Freundin des zur Tatzeit betrunkenen Angeklagten mit abfälligen Bemerkungen wie „raus mit dem Gesindel“ bedacht.

Richter Berger sah darin keine jedoch mildernden Umstände. „Man nimmt das Recht nicht selbst in die Hand. Eine Ohrfeige ist durch nichts gerechtfertigt – auch nicht durch Provokationen“, sagte Berger, der in seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwältin folgte: 140 Tagessätze zu je 40 Euro (5600 Euro). Die Strafe fiel so drastisch aus, weil der Verurteilte bereits einschlägig in Erscheinung getreten war und noch dazu unter offener Bewährung steht. (rs)

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