Kräftiger Wind mischt sich mit Sand

Sahara-Regen färbt München ein

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Der Sandsturm über München hat in der Nacht auf Mittwoch Autos eingefärbt.

München - In der Nacht auf Mittwoch ist in München einiges vom Himmel gekommen und hat viele Autos eingefärbt. Allerdings war es kein Schnee, sondern Sand aus der Sahara.

Deswegen sahen Autos, Fahrräder und Roller am Mittwochmorgen aus, als wären sie wochenlang nicht mehr durch die Waschanlage gefahren worden.

Schuld daran ist Sand aus der Sahara, der es über die Alpen nach Deutschland geschafft hat. Die Internetseite wetter24.de erklärt: Ursache für die weite Reise des Sands ist der Wind, der ziemlich kräftig bläst und dabei sogar Sturmstärke erreicht.

Diese Sturmstärke hängt mit polarer Meeresluft zusammen, die über Westeuropa bis ins nördliche Afrika kam. Von dort strömt die Luft wieder zurück nach Norden, am Boden bilden sich Tiefdruckgebiete über dem Mittelmeer und der Sahara. Wetterstationen in Algerien haben am Dienstagabend auch kleine Staubwirbel gemeldet.

Sahara-Staub in München

Sahara-Regen färbt München ein

Der Großteil des Staubs wird dabei in den Alpen abgelagert, kleinere Mengen schaffen es auch ins übrige Deutschland. Vermischt mit etwas Regen wird der ausgewaschene Staub vor allem auf schwarzen Fahrzeugen gut sichtbar. Die Konzentration in der Luft ist aber so gering, dass laut wetter24.de keine Gefahr für die Gesundheit besteht.

Das Phänomen "Sahara-Staub" gab es vor fast genau zehn Jahren schon einmal. Damals, am 21. Februar 2004, war der Himmel verdunkelt und der Schnee rötlich-braun eingefärbt - Blutschnee heißt das in der Fachsprache. Und der verdunkelte Himmel erinnerte einige Menschen sogar an Bilder vom Mars.

Patricia Kämpf

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