Salamander sorgt für Krieg an Gartenmauer

München - Der eine findet es schön, dem anderen ist es ein Dorn im Auge: Im Streit zweier Nachbarn um die Verzierung an einer Gartenmauer hat das Amtsgericht München jetzt das Urteil gesprochen:

Das Gericht entschied, dass es keinerlei Gründe für eine sofortige Beseitigung gibt. Eine Frau hatte gegen ihren Nachbarn geklagt, weil er einen Salamander und eine Sonne aus Metall an ihrer Mauer angebracht hatte. Die Mauer zwischen den beiden Grundstücken gehört zwar ihr, die Ornamente kann sie aber gar nicht sehen, weil sie auf der Seite ihres Nachbarn die Mauer zieren. Es gebe also keine aktuelle Beeinträchtigung, urteilte das Gericht darum in seiner am Montag veröffentlichten Entscheidung.

Für einen Anspruch auf Beseitigung der Ornamente sei eine gegenwärtige Beeinträchtigung erforderlich, entschied das Gericht. Dafür reiche es nicht aus, dass die Klägerin vielleicht einmal in der Zukunft die Wand streichen lassen wolle und der Beklagte die Ornamente dann vielleicht nicht entfernen werde.

Entfernen muss der Nachbar aber ein Beet direkt an der Mauer. Das Gericht kam aber nach einem Sachverständigengutachten zu dem Ergebnis, dass von dem Beet Feuchtigkeit ins Mauerwerk kommen könne. Die Abgrenzung durch eine Folie sei nicht ausreichend. Um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, müsse ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Das Urteil ist rechtskräftig.

dpa 

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