Santana in der Oly-Halle: Perfektes Chili con Carlos

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Carlos Santana rockte die Oly-Halle

München - Hombre, was für ein Guitarrero! Latinrock-Superstar Carlos Santana bewies in der Olympiahalle, dass er das große „Latin-um“ auch mit 63 noch aus dem Eff-Eff beherrscht.

Der Gitarren-Guru servierte Chili con Carlos – ein höllisch scharfes mexikanisches Soundgebräu, das an gute alte Santana-Delikatessen erinnerte, und nicht an die geschmacksneutralen Alben des letzten Jahrzehnts.

„Die Leute sollen vor Begeisterung hüpfen und tanzen, lachen und weinen“, hatte Santana für das Konzert am Rio Isar versprochen – und hielt Wort! Mit einer Zehn-Mann-Kombo, leider ohne seine Schlagzeug-Gigantin Cindy Blackman, die er im Dezember heiratet, dafür aber mit zwei Percussionisten, mit Bläsern und zwei Sängern, spielte sich Maestro Carlos in der bestens gefüllten Halle durch ein Repertoire von Evil Ways und Black Magic Woman bis zu Corazon Espinado oder Maria Maria.

Die klangen deutlich weniger „Smooth“ und glatt als vor elf Jahren auf dem Über-Album „Supernatural“– denn Santana ließ seinen Musikern, allen voran dem überragenden Bassisten Benny Rietveld, viel Platz zum Galoppieren durch die musikalische Pampa. Lediglich die Sänger Tony Lindsay und Andy Vargas blieben blass – aber die Leadvocals gehörten ohnehin Santanas PRS-Gitarren, die er mit seinen typischen langgestreckten warmen Tönen zum Singen brachte wie einst in Woodstock. Da möchte man Gitarre sein! Viva Mexico, Viva Carlos Santana!

Jörg Heinrich

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