Mit Reisigbesen gegen Müll und Rollsplitt

Sauber! Endlich wird aufgeräumt

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Stolz auf ihre Arbeit: Mit Reisigbesen kehren die Straßenreiniger (hier in der Wendl-Dietrich-Straße, Neuhausen) den Rollsplitt und Müll zusammen

München - Über die Weihnachtsfeiertage hat sich auf Geh- und Radwegen viel Müll angesammelt. Jetzt machen die fleißigen Straßenreiniger sauber - und sie machen ihre "Drecksarbeit" gerne.

Um vier Uhr in der Nacht packen sie ihre Reisigbesen und schwärmen in die Stadtteile aus. Den Mitarbeitern der städtischen Straßenreinigung steht ein Stück harte Arbeit bevor. Darauf warten die Münchner schon ungeduldig, denn über die Weihnachtsfeiertage hat sich auf Geh- und Radwegen viel Müll angesammelt.

Tagelang ein Ärgernis: Laub, Müll und Rollsplitt in der Baumstraße (Glockenbachviertel)

Achtlos weggeworfene Kaffeebecher, Hamburger-Verpackungen, Papier und jede Menge Scherben müssen die Männer in den orangefarbenen Overalls beseitigen. „Die jungen Leute schmeißen ihre Bierflaschen einfach hier rum“, sagt einer der Straßenreiniger in Neuhausen verärgert. Zu dem Müll kommen die vielen Tonnen Rollsplitt, die während des kurzen Wintereinbruchs gestreut werden mussten und nun nutzlos herumliegen. Für Radfahrer sind die kleinen Steinchen ein Problem: Eine Vollbremsung darauf wird zur gefährlichen Rutschpartie.

Ihre „Drecksarbeit“ machen die Straßenreiniger gerne. „Wir sorgen dafür, dass wir in einer sauberen Stadt leben“, sagt ein gebürtiger Grieche stolz. Den Job nehmen er in seine Kollegen ernst, sie kratzen den Müll auch unter geparkten Autos hervor. Alles wird auf einen Streifen gefegt. Dann kommt die Kehrmaschine, saugt den Müll samt Rollsplitt auf. Sind die Besen mit Birkenreisig nicht zu altmodisch? Die Kehrer sind überzeugt: „Damit arbeitet man am besten.“

Die 400 Beschäftigten der Straßenreinigung kommen im „Vollanschlussgebiet“ (innerhalb des Mittleren Rings und den Zentrum von Pasing) besonders häufig zum Einsatz. Fast 6000 Tonnen Kehricht beseitigen sie im Jahr. Das sind etwa 25 Tonnen Dreck pro Tag. Allein in der Fußgängerzone fallen täglich drei Tonnen Abfall an.

Der Rollsplitt wird übrigens vom Müll getrennt und beim nächsten Wintereinbruch wieder ausgestreut.

E. Unfried

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