Viertelchef zeigt sich sauer

Sauna für Harlaching abgelehnt

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Eine Sauna? Nicht für Harlaching

München - Die Bürger in Harlaching, Giesing und Fasangarten müssen weiterhin ohne Sauna auskommen. Viertelchef Clemens Baumgärtner (CSU) zeigt sich stinksauer.

Die knapp 100 000 Einwohner von Harlaching, Giesing und Fasangarten müssen auf eine eigene Sauna verzichten. Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) lehnt einen entsprechenden Antrag des Bezirksausschusses ab.

Schon seit 2004 müssen die Bürger in Harlaching und Umgebung ohne eine eigene Sauna im SWM-Bad am Klausener Platz auskommen. Damals wurde die ziemlich heruntergekommene Wellnessinsel geschlossen, „wegen rückläufiger Besucherzahlen“, hieß es. Da das gesamte Harlachinger Hallenbad in einem schlechten Zustand war, wurde es im September 2011 für eine Gesamtsanierung geschlossen, die bis Frühjahr 2013 dauern soll. Eine neue Sauna ist dabei nicht vorgesehen. Grund genug für den Bezirksausschuss, nochmals nachzuhaken und die Wiedereinrichtung einer Sauna zu fordern.

Wirtschaftsreferent Reiter lehnt das aber ab: „Nach Kalkulationen ist es den Stadtwerken nicht möglich, die Investitionen, die für die Errichtung einer Sauna notwendig sind, über zusätzliche Erträge durch den Saunabetrieb zu refinanzieren“, schreibt Reiter an den Harlachinger Viertelchef Clemens Baumgärtner (CSU). Als Alternative zählt Reiter das Michaelibad, das Südbad und das Prinzregentenstadion auf.

Baumgärtner ist stinksauer, sein Viertel sieht er benachteiligt: „Das Harlachinger Hallenbad soll das einzige Stadtteilbad ohne Sauna bleiben.“ Baumgärtner fragt sich: „Wieso hat beispielsweise das Bad im Forstenrieder Park eine eigene Sauna, obwohl der Einzugskreis und die Nutzerzahlen dort wesentlich geringer sind?“

J. Welte

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