Abschied aus dem Tierpark Hellabrunn

Servus! Tapir Nemo zieht aus

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Hellabrunns letzter Schabrackentapir verlässt den Münchner Tierpark. Seine Art wird es im Münchner Zoo nicht mehr geben. 

Der Schabrackentapir Nemo verlässt in den nächsten Tagen den Münchner Tierpark. Er wird neuer Mitbewohner eines Tapir-Weibchens im Zoo der Stadt La Teste-de-Buch. In Hellabrunn wird es bis auf Weiteres keine Tapire mehr geben. 

München - Wie der Tierpark mitteilt, verlässt Nemo noch im März sein altes Zuhause und macht sich auf in eine neue Heimat, den Zoo du Bassin d’Arcachon in Frankreich. Dort soll das 22-jährige und damit schon etwas ältere Männchen der Schabrackentapir-Dame „Nurr“ Gesellschaft leisten. In Hellabrunn lebte Nemo die meiste Zeit seines Lebens mit dem Weibchen Cora zusammen. Nachdem sie im Dezember 2016 starb, ist es für Nemo schön, wieder zusammen mit einem Weibchen auf einer neuen, komfortablen Anlage zu leben. Die Empfehlung für diesen Transfer kam vom Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Schabrackentapire.

Woher der Schabrackentapir seinen Namen hat

Der Schabrackentapir, der in Südostasien beheimatet ist, verdankt seinen Namen seiner exotischen schwarz-weißen Fellmusterung. Diese erinnert an eine Satteldecke, die auch Schabracke genannt wird. Die Zeichnung dient durch ihr Licht- und Schattenspiel als Tarnung. Schabrackentapire sind strikte Vegetarier und schwimmen sehr gerne. Dabei können sie ihren Rüssel wie einen Schnorchel benutzen. Außerdem gehören sie zu den Unpaarhufern, welche vorne drei und hinten jeweils vier Zehen besitzen.

Wegen der Zerstörung ihres Lebensraums und durch Wilderei wird die Tierart auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Weniger als 2500 ausgewachsene Tiere leben heute noch in ihrem natürlichen Lebensraum.

Erst einmal keine Tapire mehr in München

Die Hellabrunner Tapir-Anlage entspricht nicht mehr dem aktuellen Kenntnisstand der Tapir-Haltung. Deshalb hat sich der Tierpark dazu entschlossen, bis zur Fertigstellung einer geeigneten Anlage im Rahmen der Masterplan-Umsetzung keine Tapire mehr zu halten. In Zukunft plant der Tierpark die Haltung auf Flachlandtapire umzustellen. Diese werden dann in einer großen Gemeinschaftsanlage zusammen mit weiteren südamerikanischen Tierarten leben.

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