Schamlose "Spenden-Sammler" 

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Die Rumäninnen haben auch in der Fußgängerzone ihr Unwesen getrieben.

München - Zwei Rumäninnen gaben in München vor, für behinderte und taubstumme Kinder zu sammeln. Doch Klemmbrett und Liste gehörten nur zu ihrer dreisten Masche.

Aufmerksam wurde die Polizei durch einen Augenzeugen: Zwei junge Frauen sprachen in der Lindwurmstraße einen bislang unbekannten Mann im Alter von zirka 80 Jahren an. Die Frauen hatten dabei Klemmbretter in der Hand. Der Zeuge sah, wie die beiden Frauen im Verlauf des Gesprächs nach dem Geldbeutel des Passanten griffen. Der Mann hatte seinen Geldbeutel in der Hand gehalten. Ob es den Frauen gelang, daraus Geld zu entwenden, ist bislang unklar.

Verständigte Polizeibeamte der Polizeiinspektion 14 (Westend) konnten die beiden Rumäninnen am Goetheplatz antreffen. Diese führten eine augenscheinlich selbst gefertigte Spendenliste von einem „Landesverband für behinderte und taubstumme Kinder“ mit. Weitere Ermittlungen ergaben, dass am gleichen Tag um die Mittagszeit eine 78-jährige Rentnerin wegen eines ähnlichen Sachverhalts Anzeige erstattet hatte. Sie war am Marienplatz angesprochen worden. Aus ihrer Geldbörse wurden 250 Euro gestohlen.

Ferner wurde eine 20-jährige Studentin in Haar am gleichen Tag ebenfalls von zwei jungen Frauen unter Vorlage der besagten Spendenliste angesprochen. Diese hatte die Beiden jedoch abgewiesen. Die Rumäninnen im Alter von 19 und 36 Jahren wurden festgenommen. In ihrer Vernehmung leugneten sie jegliche Tatbeteiligung.

Während die 19-Jährige vom Ermittlungsrichter wieder entlassen wurde, erging gegen die 36-Jährige Haftbefehl.

Die Polizei warnt vor den Trickdieben

Die Polizei warnt Passanten vor den Trickdieben. Weitere Opfer der Trickdieben sollen sich bitte bei der Münchner Polizei unter der Telefonnummer 089/29100 melden.

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