Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

tz-Bürgeranwalt

Die Scheu, in der Not Hilfe auch anzunehmen

+
Bürgeranwalt Dietmar Gaiser und Hans Kellner bei der Durchsicht von Unterlagen

München - Ein Leser wendet sich an den tz-Bürgeranwalt. Ein polnisched Ehepaar soll unterstützt werden, das sich jedoch scheut, die Hilfe anzunehmen.

Meine Frau und ich sind völlig verzweifelt. Wir versuchen einem polnischen Ehepaar zu helfen, kommen aber nicht weiter. Deswegen hoffen wir auf den Bürgeranwalt. Das Ehepaar, sie ist inzwischen 66 Jahre alt und hat als Hausmeisterin gearbeitet, er ist 70 und war bis vor Kurzem in der Schrannenhalle tätig, bekommt zusammen 730 Euro Rente. Das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Allein die Miete kostet 526 Euro. Das Ehepaar kann schlecht Deutsch und tut sich schwer mit Behördengängen. Jetzt kommt auch noch die AOK und verlangt eine Nachzahlung. Wir wissen nicht mehr weiter.

Hans Kellner, Metzger aus München

Die Situation des polnischen Ehepaares ist tatsächlich ziemlich verfahren. Am schwierigsten ist die Tatsache, dass sich das Ehepaar scheut fremde Hilfe anzunehmen, „weil wir das ganze Leben gearbeitet haben und jetzt nichts geschenkt haben wollen“. Aber als ihnen auch noch die Wohnung gekündigt wurde, nahmen sie doch die Hilfe von Hans Kellner und dem Bürgeranwalt an.

Wir schalteten das Sozialamt und das Wohnungsamt ein. Auch mit der AOK setzten wir uns in Verbindung. Und tatsächlich konnte die Situation entschärft werden. Das Paar bekommt jetzt Grundsicherung und eine neue Wohnung. Natürlich sind damit nicht alle Probleme gelöst, aber das Überleben des Ehepaars ist gesichert.

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare