Suche nach vermisstem Flüchtlingskind

Weiter Rätsel um das Schicksal des kleinen Garib 

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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften sucht die Polizei seit Mittwochabend nach Garib.

München - Die Polizei ist ratlos: Auch nach dreitägiger Suche gibt es bislang keine Spur eines seit Mitte der Woche vermissten Flüchtlingskindes. Inzwischen beschleichen die Münchner Polizei Zweifel: Wurde ihnen eine Lügengeschichte aufgetischt?

Von dem seit Tagen im Raum München vermissten Flüchtlingskind Garib fehlte auch am Sonntag jede Spur. Weder die Suche nach einer syrischen Familie, bei der das Kind kurzzeitig untergekommen sein soll, noch ein Zeugenaufruf, hätten Hinweise auf den Verbleib des Buben geliefert, berichtete ein Münchner Polizeisprecher am Sonntag. „Entweder die syrische Flüchtlingsfamilie ist mit dem Kind mit unbekanntem Ziel weitergezogen oder die ganze Geschichte wurde nur erfunden“, sagte der Polizeisprecher.

Seit vergangenem Mittwoch hatten die Ermittler mit Hochdruck in einem Waldstück nach dem irakischen Jungen gefahndet, 85 Suchhunden und 250 Personen waren bis Freitagmorgen im Einsatz. Nach Schilderungen von Zeugen soll der kleine Garib in ein Lagerfeuer gefallen und dabei schwer verletzt worden sein. Sein 44 Jahre alter Vater soll ihn daraufhin bei einer fünfköpfigen Familie aus Syrien zurückgelassen, um bei einer nahe gelegenen Tankstelle Hilfe zu holen. Doch das dreijährige Kind wie auch die syrische Familie waren in dem Waldstück nicht mehr auffindbar.

Ein Schleuser hatte die irakische und syrische Familie nach Angaben des Vaters im Münchner Norden abgesetzt. Die Gruppe hatte in einem Waldstück nebenan ein Lagerfeuer gemacht, um sich aufzuwärmen. Dabei sei der dreijährige Garib mit der linken Körperhälfte ins Feuer gefallen. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist unklar.

dpa

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