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Streit ums Schiller Bräu: Facebook-Post um Pächterwechsel sorgt für Diskussionen - Stammgäste sind empört

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Von: Cornelia Schramm

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Das Schiller Bräu bleibt ein wichtiger Lebensabschnitt für uns, sagt Wirtin Kristina Höfler (36) - doch 2022 ist hier Schluss für sie und ihre Frau Ninja (36). Künftig heißen die beiden Gäste in ihrem neuen Restaurant „Zum Alten Markt“ am Viktualienmarkt willkommen.
Das Schiller Bräu bleibt ein wichtiger Lebensabschnitt für uns, sagt Wirtin Kristina Höfler (36) - doch 2022 ist hier Schluss für sie und ihre Frau Ninja (36). Künftig heißen die beiden Gäste in ihrem neuen Restaurant „Zum Alten Markt“ am Viktualienmarkt willkommen. © Astrid Schmidhuber/Archiv

Kristina und Ninja Höfler werden das Schiller Bräu nicht weiter betreiben. Das haben nicht die Wirtinnen, sondern der Verpächter nun auf Facebook bekannt gegeben – ein Ärgernis für die Stammgäste des Paars.

Schluss mit Schiller Bräu, heißt es ab 20. Dezember. Name und Standort des Lokals im Bahnhofsviertel bleiben, die Gesichter am Tresen aber nicht: das junge Wirtsehepaar Kristina und Ninja Höfler geht. Ein Schock für Stammgäste, immerhin haben die die Neuigkeit über einen Beitrag auf der Facebookseite des Lokals erfahren – und der kam nicht von den Höflers selbst, die die Wirtschaft samt Hotel und Brauerei schon seit über vier Jahren betreiben.

„Die Wirtinnen haben kürzlich das Restaurant Zum Alten Markt übernommen“, steht im Beitrag, unterschrieben von Johanna Lindner und Arno Sonderfeld von der Unternehmensgruppe Lindner aus dem niederbayerischen Arnstorf. „Somit haben wir uns entschieden, die Zusammenarbeit in gutem Einvernehmen zu beenden und im Schiller Bräu getrennte Wege zu gehen.“

Der Name bleibt, die Wirtinnen gehen: Ab Januar betreibt Erwin Fettner das Schiller Bräu.
Der Name bleibt, die Wirtinnen gehen: Ab Januar betreibt Erwin Fettner das Schiller Bräu. © Oliver Bodmer

Von „gutem Einvernehmen“ zeugen die Kommentare der Stammgäste jedoch gar nicht. Jochen Hencke etwa fragt: „Wie kommt man auf die Idee, die Wirtinnen von der Facebookseite zu entfernen, bevor der Laden übergeben wurde?“ Eine berechtigte Frage, immerhin endet der Pachtvertrag der Höflers erst am 31. Dezember.

Pächterwechsel im Schiller Bräu: Gäste diskutieren auf Facebook

Doch die Marke Schiller Bräu und auch die Facebook-Seite gehören der Lindner Gruppe, wie Johanna Lindner auf Nachfrage erklärt. „Wir wollten mitteilen, was sich ab Januar verändert“, sagt sie. „Die Zugriffsrechte der Wirtinnen haben wir entfernt und den Beitrag gepostet.“ Was folgte war ein emotionaler Kommentar von Ninja Höfler, den Lindner promt löschte – während sie mit Kristina Höfler telefonierte. „Ich kann mir nicht erklären, warum das so eskaliert ist. Da sind die Emotionen wohl übergekocht“, sagt sie. Zumindest Kristina Höfler hat nun ihre Zugriffsrechte wieder.

Das Lokal lief gut und die Höflers haben das Schiller Bräu zu einer bekannten Adresse gemacht. Ein Rauswurf aus Neid also, wie viele Stammgäste vermuten? Das dementiert Lindner vehement. Die Wirtinnen wollten sich dazu nicht äußern. Sie richten den Blick nach vorn, auf ihr neues Herzensprojekt – und nehmen das ganze Team mit.

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