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Koffer von Star-Designerin liegt zwei Wochen am Münchner Flughafen: Großer Ekel-Moment, als sie ihn öffnet

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Von: Maria Zsolnay

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Designerin Sonja Kiefer: Ihre Schuhe (u.a. Valentino) waren mit Schimmel überzogen.
Designerin Sonja Kiefer: Ihre Schuhe (u.a. Valentino) waren mit Schimmel überzogen. © privat

Ein Koffer geht am Flughafen verloren - immer ärgerlich. Doch für die Münchner Designerin Sonja Kiefer kam es noch schlimmer: Ihre Sachen waren danach völlig verschimmelt.

München - Es sollte ein rauschendes Wochenende werden mit ihren liebsten Freundinnen in Berlin: ausgelassen, sorgenfrei, fröhlich. Sonja Kiefer feierte vor drei Wochen ihren Junggesellinnen-Abschied mit viel Party und wollte dabei natürlich besonders schön aussehen. Sie packte ihren Koffer voll mit neuen Kleidern, alten Lieblingsstücken und den dazu passenden Designer-Schuhen und Taschen. Wert: weit über 4000 Euro.

Doch ihr Flug wurde kurzfristig storniert, ihr Koffer blieb im Terminal 2 in München stecken – und kam erst nach zwei Wochen wieder raus. Als er ihr nach Hause nach Grünwald geliefert wurde, der Schock: „Ich machte den Koffer auf und es kam mir eine stinkende Wolke entgegen“, klagt die Designerin. „Der Schimmel hat sich besonders in die Ledersachen gefressen, das bekomme ich auch nicht mehr raus.“

Star-Designerin aus München: „Der Koffer muss im Freien gestanden sein und ist nass geworden“

Wie konnte es so weit kommen? „Mir ist nichts ausgelaufen, ich hatte außer Make-up nichts Flüssiges im Kosmetikbeutel. Der war innen vollkommen trocken.“ Die Designerin hat einen Verdacht: „Der Koffer muss im Freien gestanden sein und ist nass geworden. Es ist zwar ein Hartschalen-Koffer, aber mit breitem Reißverschlussband. Da muss Wasser eingedrungen sein, und die Sachen sind feucht geworden.“

Sonja Kiefer mit Verlobtem
Sonja Kiefer mit ihrem Verlobten Cedric Schwarz. © Sigi Jantz

Zwei Wochen hat Kiefer versucht an den Koffer zu kommen – vergebens. In der telefonischen Hotline war kein Durchkommen, per Mail bekam sie schließlich eine Bearbeitungsnummer zugewiesen, dann hieß es warten. „Mein Koffer stand zwei Wochen im Terminal 2. Ich habe ihn per „Airtag“ (Daten, die man in der App auf dem Handy sehen kann, Anmerkung der Redaktion) lokalisieren können und verfolgte, wo er ist“, sagt Kiefer.

Am liebsten hätte sie ihn ja gleich wieder mitgenommen – doch als ihr Flug überraschend storniert wurde, war sie samt Gepäck bereits eingecheckt. „Da brach das Chaos aus“, erinnert sie sich. „Menschenmassen stürmten an die Schalter, jeder wollte wissen, wie er weiterkommt und wo das Gepäck ist.“ Zwei Stunden habe sie versucht, den Koffer noch zu bekommen. Dann habe sie sich einfach ins Auto gesetzt und sei in viereinhalb Stunden nach Berlin gedüst. „Wenn ich noch mal nach Hause gefahren und wieder gepackt hätte, wäre ich viel zu spät gekommen.“

Flughafen München: „Es ärgert mich, wie mit den Sachen umgegangen wird“

Ihre Freundinnen – allen voran ihre Trauzeugin Gitta Saxx – besorgten ihr unterdessen in Berlin von der Zahnbürste bis zum Cocktailkleid alles Notwendige, ihre Schwester brachte ihr einen Tag später noch ein Lederkleid aus ihrer eigenen Kollektion mit. „Das alles hat mich versöhnt, es wurde ein tolles Wochenende.“ Eigentlich, sagt sie, hätte sie es auf sich beruhen lassen. „Aber es ärgert mich, wie mit den Sachen umgegangen wird. Es kann ja immer ein Koffer verloren gehen. Aber dass man zwei Wochen nichts hört und keine Chance hat, was zu erfahren, ist eine Unverschämtheit.“

In nicht einmal vier Wochen wird Sonja Kiefer große Hochzeit auf Mallorca feiern. „Wir haben Angst, dass einige unserer Gäste nicht rechtzeitig ankommen. Die meisten packen jetzt schon ihre Kleider für den ersten Abend ins Handgepäck.“ VON MARIA ZSOLNAY

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