Spektakuläre Wende?

Frühlingsfest-Schläger: "Wir wurden angegriffen"

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Mit diesem Bild einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach den Schlägern

München - Im April haben vier Burschen einen 28-Jährigen auf dem Frühlingsfest krankenhausreif geprügelt. Die Tatverdächtigen wurden bereits ermittelt. Doch nun behaupten diese: "Wir wurden angegriffen".

Vier Schläger haben am 26. April auf dem Frühlingsfest den 28 Jahre alten Norman D. attackiert und ihn krankenhausreif geprügelt. Die Bande wurde inzwischen ermittelt. Erschreckend: Die Burschen sind noch minderjährig - und mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Nun wurde bekannt, wie die Polizei den Tatverdächtigen auf die Schliche kam - und wie diese ihre Sicht der Dinge schildern.

Nachdem mehrere Medien über den Fall berichtet und ein von der Polizei herausgegebenes Bild einer Überwachungskameraveröffentlicht hatten, meldete sich einer der Tatverdächtigen selbst bei der Kripo. Wie die Polizei berichtet, gab der 17-Jährige am Telefon an, eine der Personen auf dem Foto zu sein. Er werde sich in Kürze stellen und hinterließ seine Personalien. Und in der Tat: Wenige Stunden später erschien der kosovarische Schüler auf der Wache, einen 16 Jahre alten Auszubildenden im Schlepptau. Auch der Türke war Teil der Schlägergruppe. Die beiden Jugendlichen gaben die entscheidenden Hinweise zur Identität ihrer damaligen Begleiter.

Dabei handelt es sich zum einen um einen 15 Jahre alten Deutschen, der Norman D. geschlagen haben soll. Der vierte im Bunde ist ein ebenfalls 15 Jahre alter mazedonischer Schüler. Er ist tatverdächtig, den besinnungslos am Boden liegenden Mann gegen den Kopf getreten zu haben.

Den Beamten schilderten die Burschen ihre Sichtweise. Demnach sollen sie vom späteren Opfer angesprochen und angegriffen worden sein. Diese Version wird laut Polizei auch durch eine vorgelegte Handy-Aufnahme sowie weiterer Zeugenaussagen belegt. Fakt bleibt: Die Schlägerbande war zu viert - Norman D. alleine. Ein unfairer Kampf allemal.

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