Polizei zu Hilfe geholt

Schlägerei im Gefangenen-Transporter

München - Während eines Gefangenentransports ist es am Montag zu einer Schlägerei gekommen. Wie die Justizvollzugsanstalt Stadelheim bestätigte, schlugen auf der Fahrt zum Gericht plötzlich drei Häftlinge aufeinander ein.

Mit Hilfe mehrere Polizeistreifen wurden die Streithähne nahe des Nockherbergs getrennt und aus dem vergitterten Bus geholt.

Worüber die Häftlinge in Streit gerieten ist noch unklar – die Beteiligten schweigen bislang dazu. Fakt ist aber, dass laut den drei Justizvollzugsbeamten, die während des Transports im Führerhaus saßen, es um 7.50 Uhr Tumulte unter den Gefangenen gab. Durch ein Sichtfenster sahen sie, dass hinter ihnen die Fäuste flogen. Da der Bus ohne Begleitfahrzeug unterwegs war, riefen die Wachleute die Polizei zu Hilfe. Als zwei Streifen eingetroffen waren, öffneten die Beamten gemeinsam den Transporter und trennten die drei Krawallbrüder, die keine Handschellen trugen. Die vier weiteren Häftlinge, die in dem Bus saßen, waren nicht in den Streit verwickelt.

Anschließend wurden die Gefangenen auf zwei Busse aufgeteilt und wie geplant ins Justizzentrum an der Nymphenburger Straße gefahren. Dort wurden die drei Schläger von einem Arzt untersucht, der zu dem Ergebnis kam, dass keiner ernsthaft verletzt wurde, so dass alle im Laufe des Montags an ihren Verhandlungen teilnehmen konnten.

Ihre Straftaten hatten die zwischen 25 und 35 Jahre alten Männer – ein Albaner, ein Kosovare und ein Russe – völlig unabhängig von einander begangen. Zwei sind angeklagt wegen Diebstählen, einer wegen Drogendelikten. Wer sich nun womöglich noch wegen Körperverletzung verantworten muss, soll in den kommenden Tagen ermittelt werden.

Sven Rieber

Rubriklistenbild: © dpa

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare