Franzose geht Polizei ins Netz

Dank betrunkener Streithähne: Straftäter geschnappt

München - Zwei Betrunkene haben sich am Freitagabend am Hauptbahnhof München eine handfeste Schlägerei geliefert. Das rief die Bundespolizei auf den Plan - die dank der Streithähne einen gesuchten Straftäter fasste. 

Gegen 20.55 Uhr am Freitagabend haben sich am Münchner Hauptbahnhof ein 31 Jahre alter Deutscher und ein 45 Jahre alter Franzose in die Haare gekriegt.

Zuerst waren die beiden Männer verbal aneinander geraten. Doch schnell flogen die Fäuste. Erst eine Streife der Bundespolizei konnte die Streithähne voneinander trennen. Doch der stark alkoholisierte Deutsche zollte den Beamten keinen Respekt, versuchte, sich aus dem Haltegriff zu lösen und schlug mit dem Ellenbogen nach einem Polizisten. Dieser brachte ihn zu Boden und legte ihm anschließend Handschellen an.

Auf der Wache mussten die Streithähne dann ins Röhrchen pusten. Das Ergebnis: Beim 31-Jährigen wurden 2,4 Promille, beim 45-Jährigen 0,6 Promille festgestellt.

Doch das war für den Franzosen noch nicht das Ende der Geschichte. Denn beim Datenabgleich stießen die Beamten darauf, dass nach ihm gefahndet wurde. Die Staatsanwaltschaft München I suchte den 45-Jährigen, weil er eine Geldstrafe wegen Diebstahls nicht beglichen hatte. Da der Mann den geforderten Betrag von 982,50 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Gegen beide Männer ermittelt die Bundespolizei nun wegen wechselseitiger Körperverletzung, gegen den 31-Jährigen zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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