Eklat vor Gericht

Schlägerei bei Münchner Nazi-Prozess!

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Der Neonazi Norman Bordin war nicht zum ersten Mal vor Gericht

München - Eklat beim Prozess gegen den bekannten Münchner Neonazi Norman Bordin (45)! Einige Rechtsextreme aus dem Zuschauerraum attackierten am Mittwoch Journalisten - dabei wurden auch Kameras beschädigt. 

Das Abspielen eines Liedes auf Kundgebungen ist per se nicht strafbar - das entschied das Münchner Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Münchner Norman Bordin und einem weiteren Neonazi (23) Billigung und Belohnung von Straftaten vorgeworfen, weil auf einer Kundgebung am Stachus am 21. Januar 2011 das Paulchen-Panther-Lied gespielt worden war.

Mit diesem Musik-Stück hatte die Zwickauer Terrorzelle ihr gewaltverherrlichendes Bekennervideo zu den rechtsextremistischen NSU-Morden hinterlegt. Die Staatsanwaltschaft meinte, die Rechten in München hätten damit die Morde für gut befunden.

Versammlungsleiter Bordin und seine Spezl bestritten das. Sie räumten zwar ein, das Lied gespielt zu haben - angeblich aber, um vor Bordins Rede auf das Thema NSU hinzuleiten. Tatsächlich distanzierte der sich später auch von den Morden. Das Amtsgericht entschied auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt zehn Tage Zeit, um Berufung einzulegen.

Bei dem beschuldigten Versammlungsleiter Norman Bordin handelt es sich um einen wiederholt straffällig gewordenen Münchner Neonazi, der bereits mehrfach zu Haftstrafen verurteilt wurde, unter anderem wegen Gewaltdelikten. Am Rande der Verhandlung am Mittwoch gingen andere Neonazis wiederholt Journalisten an, wobei auch zwei Kameras beschädigt wurden.

sri

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