Auf der Stammstrecke

Schlägerei in der S-Bahn: 18-Jähriger verliert Zähne

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Am Marienplatz verließen die Männer die Bahn, die Auseinandersetzung ging dort weiter.

München - Eine besonders brutale Schlägerei hat sich am Freitagabend in einer S-Bahn zwischen Rosenheimer Platz und Marienplatz ereignet. Einer der Beteiligten verlor dabei beide Schneidezähne. 

Wie die Bundespolizei berichtet, gerieten sechs Männer am Freitagabend, 11. März, gegen 21.15 Uhr in einer S2 Richtung Dachau in Streit. Alle Beteiligten stammen laut Polizei aus Afghanistan.

Als die S-Bahn auf Höhe des Rosenheimer Platzes war, eskalierte der Streit laut Zeugenaussagen in eine heftige, sehr gewalttätige Schlägerei. Ein 16-Jähriger schlug einem 18-Jährigen die Schneidezähne heraus. Einer der Beteiligten soll nach Aussagen unbeteiligter Zeugen zu Boden gegangen und kurz bewusstlos gewesen sein. Am Haltepunkt Marienplatz verließen die jungem Männer die S-Bahn. Am Bahnsteig ging die Auseinandersetzung jedoch weiter.

Einem 26-Jährigen aus der Au, der versuchte die Situation zu beruhigen, schlug einer der Männer mit dem Ellenbogen ins Gesicht, außerdem wurde seine Jacke beschädigt. Ein 24-Jähriger aus Berg am Laim informierte per Handy die Notrufzentrale. Beamte der Landespolizei trafen als erstes am Marienplatz ein und konnten vier der sechs Beteiligten, zwei 16-Jährige, einen 18-Jährigen und einen 23-Jährigen, stellen.

Zwei Beteiligte flohen, einer der flüchtigen Täter soll eine stark blutende Kopfwunde erlitten haben. Der etwa 18 Jahre alte Mann soll einer der Haupttäter gewesen sein. Nach ihm wurde sofort eine Fahndung eingeleitet. Er trug eine grüne Winterjacke mit Fell an der Kapuze und eine dunkle Hose.

Die Tat wurde von Videokameras in der S-Bahn und am Bahnsteig aufgezeichnet. Die Aufnahmen werden von der Bundespolizei ausgewertet. In der S-Bahn konnten Spuren, darunter die beiden Schneidezähne des 18-Jährigen gesichert werden.

Bei den vier Festgenommenen wurden Atemalkoholwerte zwischen 0,8 und 1,54 Promille gemessen. Alle Beteiligten wurden nach den polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß belassen. Die beiden minderjährigen Täter wurden in eine Münchner Unterkunft für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge verbracht und dort den Verantwortlichen übergeben.

mm/tz

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