Unterschiedliche Auffassungen

Freundschaftsspiel endet im Streit

FC Eintracht München - Trauriges Ende eines Freundschaftsspiels zwischen dem FC Eintracht München und der SpVgg Erdweg. Es kam zu einem Streit, die Polizei und ein Krankenwagen wurde gerufen.

Am Sonntag trafen sich der FC Eintracht München und die SpVgg Erdweg zu einem Freundschaftsspiel. In der letzten Spielminute brachte ein 27- jähriger Spieler des FC Eintracht seinen 28-jährigen Gegenspieler zu Fall. Der Gefoulte blieb zunächst am Boden liegen. Dann kam es zum Streit, und der 27-Jährige verpasste seinem Gegenspieler anscheinend einen Kopfstoß.

Offensichtliche Verletzungen erlitt dieser dadurch nicht. Er klagte nach der Partie aber über Schmerzen in der Nase. Nach diesem Vorfall liefen einige Zuschauer aufgebracht auf das Spielfeld, darunter der 31-jährige Vize-Trainer der 2. Mannschaft des FC Eintracht. Auf dem Spielfeld kam es zu Streitereien, und besagter Coach schlug nach Zeugenangaben einen anderen SpVgg-Spieler mit der Faust ins Gesicht. Der 24-Jährige musste deshalb vor Ort vom Rettungsdienst versorgt werden.

Zur weiteren Untersuchung wurde er anschließend in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Auch bei ihm konnten glücklicherweise keine äußeren Verletzungen festgestellt werden. Er klagte aber über Schmerzen im Bereich der linken Schläfe.

Der Schiedsrichter brach die Partie ab. Als die Polizei eintraf, befanden sich die Spieler bereits in den jeweiligen Umkleidekabinen. Die Polizeiinspektion 43 (Olympiapark) nahm den Vorfall auf, es wurden Anzeigen wegen Körperverletzung erstattet.

Am Montag erfuhr die tz, dass sich einer der Erdweger Spieler ein Schleudertrauma zugezogen hat, eine Halskrause tragen muss und Schmerzmittel einnimmt. "Er hat mir ohne etwas zu sagen ins Gesicht geschlagen. Es ist mir unverständlich, wie ein Trainer so etwas machen kann", sagt das Opfer.

Erdwegs Abteilungsleiter Robert Strixner sagt: "Wir sind Opfer! Wir haben nicht geschlägert. Wir werden mit denen kein Freundschaftsspiel mehr austragen."

Am Montagabend meldeten sich die beiden vermeintlichen Täter telefonisch bei Fußball Vorort und wiesen die Vorwürfe zurück. "Ja, ich habe den Spieler von Erdweg gefoult. Danach ist er aufgestanden und aggressiv auf mich zugegangen. Wir standen dann Stirn an Stirn, und er hat sich fallen lassen. Meiner Meinung nach wollte er eine Rote Karte schinden", sagte der 27-Jährige. Der Unparteiische sei direkt daneben gestanden.

Warum die Spieler von Eintracht München nicht bei der Polizei ausgesagt haben, erklärt der 31-jährige Co-Trainer der 2. Mannschaft, dem ein Faustschlag ins Gesicht vorgeworfen wird. "Man hat uns nicht gefragt. Viele waren auch schon weg." Er spricht von einer Rangelei bzw. Schubserei, bestreitet aber, den 24-Jährigen mit der Faust geschlagen zu haben. "Das ist eine bodenlose Frechheit, so was zu behaupten." Er kündigte an, mit seinen Kollegen bei der Polizei eine Gegenanzeige zu stellen.

pm/ebu/jb

Rubriklistenbild: © dpa

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