Drei Auseinandersetzungen

Schlägereien am Bahnhof: Polizei ermittelt

München - Die Bundespolizei hatte am Sonntag an Münchens Bahnhöfe einiges zu tun: Bei gleich drei Schlägereien wurden Personen verletzt. Jetzt wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Sowohl am Münchner Hauptbahnhof als auch am Ostbahnhof sind am Sonntag mehrere Menschen bei Schlägereien verletzt worden. Die Bundespolizei ermittelt deshalb jetzt in drei Fällen wegen Körperveletzung.

Laut Mitteilung der Bundespolizei kam es zur ersten Auseinandersetzung am frühen Sonntagmorgen am Ostbahnhof. Im Tunnel gerieten mehrere Personen in einen handfesten Streit als eine alkoholisierte 35-jährige Frau einer 19-Jährigen an den Po fasste. Der männliche Begleiter der Grapscherin, ebenfalls angetrunken, schlug draufhin dem Begleiter der jungen Frau mehrmals mit der Hand gegen den Kopf. Die vorbeikommende Streife konnte die beiden aggressiven Täter kaum beruhigen. Zur Ausnüchterung mussten sie schließlich mit auf die Wache. Als sie diese am Mittag wieder verließen, wurde der Mann dabei beobachtet, wie er an einem Kiosk zwei Flaschen Bier stahl. Daraufhin wurde der 34-Jährige nochmals festgenommen. Gegen ihn und gegen die 35-jährige Frau wird wegen Körperletzung und Beleidigung ermittelt, gegen den Mann außerdem wegen Diebstahls.

Der zweite Fall ereignete sich gegen 9 Uhr am Hauptbahnhof als eine 32-jährige Österreicherin einen 33-jährigen Inder attackierte. Nach ersten Ermittlungen hatte die Frau dem Mann grundlos ins Gesicht geschlagen und eine leere Glasflasche nach ihm geworfen. Nach ihrer vorläufigen Festnahme schlug die Frau mit einer mit Metallnieten besetzten Hose auf eine Polizistin ein. Bei der Österreicherin wurde ein Alkoholwert von 3,3 Promoille festgestellt. Gegen sie wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand eingeleitet.

Zum dritten Fall von Körperverletzung kam es dann gegen 11.10 Uhr als ein 49-jähriger Mann am Hauptbahnhof einem Sicherheitsbeamten mehrmals mit der Faus ins Gesicht schlug. Der 49-jährige Schläger fühlte sich an einem Kaffeeverkaufsstand nicht schnell genug bedient. Als der Sicherheitsmitarbeiter ihn beruhigen wollte, schlug der Mann, der Kampfsportler ist, dem Sciherheitsmitarbeiter vier Mal mit der Faust ins Gesicht. Später zeigte er sich überrascht, dass sein Opfer sofort blutete. Einen Alkoholtest verweigerte er. Jetzt wird wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt.

lot

Rubriklistenbild: © dpa

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