Schlaflose Nächte wegen „Mae West“

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Die Arbeiten für Mae West aufen auch Hochtouren

München - Plötzlich geht es rasend schnell: Nach wochenlangen Vorarbeiten hat binnen weniger Tage das Unterteil von „Mae West“ Gestalt angenommen.

Doch was die Arbeiter hier um ein stützendes Gerüst herum montieren, ist erst der Anfang. Gut 52 Meter soll das Kunstwerk über der Tunneleinfahrt am Effnerplatz aufragen - fast dreimal so hoch wie jetzt. Bauleiter Alfred Hitzler beschert das Projekt schlaflose Nächte, denn er und sei Team betreten technisches Neuland: Die Rohre, die sich zu einem Doppelkegel formieren sollen, sind aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff gefertigt.

Mae West wächst in die Höhe

Hier wächst "Mae West" in die Höhe

Das Hightech-Material wird in Luft- und Raumfahrt und beim Rennwagenbau verwendet, doch auf dem Bau hat man noch keinerlei Erfahrung damit. Wie die hochfesten, aber schlagempfindlichen Rohre zu behandeln sind, wie die Kombination aus Stahlelementen und Kohlefaserrohren sich verhält, das weiß keiner so genau. Hitzler ist zuversichtlich, dass alles so klappt wie vorgesehen: Wenn alle Stützstangen des Unterkörpers montiert sind, wird auf ebener Erde der Oberkörper aufgebaut und dann mit einem Kran auf das Unterteil gehoben. Der Ingenieur ist überzeugt, dass das fertige Kunstwerk - wegen seiner taillierten Gestalt nach der 20er-Jahre-Sexbombe Mae West benannt - Architekten und Fachleute aus aller Welt anlocken wird, geradeso wie einst das Olympia-Zeltdach, der BMW-Vierzylinder und das Hypo-Hochhaus, mit denen München Maßstäbe setzte. sc

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