Schlampenmarsch in München: Hunderte Zusagen

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Mehr Bilder von den weltweiten Slutwalks sehen Sie in der Fotostrecke unten

München - Hunderte wollen am Samstag bei einem so genannten "Schlampenmarsch" durch München marschieren, einige davon womöglich oben ohne. Die Hintergründe und wo die Route verläuft:

Ein kanadischer Polizist legte unfreiwillig den Grundstein für die Slutwalk-Bewegung. Er empfahl Frauen, sich "nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer" von sexueller Gewalt zu werden.

Am 3. April kam es zum ersten "Slutwalk" in Toronto. Seitdem schwappte die Bewegung einmal rund um den Erdball - und jetzt auch nach Deutschland. Am kommenden Samstag finden in vielen deutschen Städten Schlampenmärsche statt. In München sowie in Stuttgart, im Ruhrgebiet, in Passau, Münster, Hannover, Hamburg, Leipzig, Freiburg, Frankfurt, Bremen, Bielefeld und Bad Oldesloe. Hier sehen Sie einen Vorgeschmack:

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Nicht nur Frauen, sondern auch Männer gehen dabei auf die Straße. Sie fordern, sich selbstbestimmt kleiden zu dürfen, ohne im Fall eines sexuellen Übergriffs Schuldzuweisungen zu bekommen. Täter seien immer die Täter, stellt die Bewegung klar, und Opfer immer Opfer. Unabhängig von der Kleidung.

Um Aufmerksamkeit zu erregen, zeigen die Aktivistinnen vollen Körpereinsatz. So waren auch in vielen Städten Frauen oben ohne zu sehen (siehe Bild oben). Provozieren und protestieren - nun passiert das auch in München.

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Der Schlampenmarsch beginnt am Samstag um 15 Uhr beim Taxistand am Goetheplatz. "Alle Kleidungsstile sind willkommen", heißt es von Seiten der Organisatoren. Die Route des Marsches führt über die Goethestraße, die Landwehrstraße, die Sonnenstraße, das Sendlinger Tor und die Sendlinger Straße schnurstracks ins Herzen Münchens, auf den Marienplatz.

Über die Facebook-Veranstaltungsseite haben sich bis Donnerstagnachmittag schon über 400 Personen angemeldet.

"Meinten Sie Schlampenarsch?", fragt Google derzeit noch alle, die nach "Schlampenmarsch" suchen. Das wollen die deutschen Aktivist(inn)en am Samstag endgültig ändern - und die Bewegung auch in Deutschland bekannt machen.

tz

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