Bei den Schließfächern: Mann bedrängt und tritt Frau

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Der Angriff ereignete sich bei den Schließfächern.

München - Völlig unvermittelt hat ein Mann mitten am Hauptbahnhof eine ihm unbekannte Frau bedrängt, an den Haaren gezogen und mit dem Fuß getreten. Ein Polizist, der privat am Bahnhof unterwegs war, griff ein.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 9.30 Uhr. Ein 54-jähriger Schwede attackierte bei den Schließfächern des Münchner Hauptbahnhofes eine 41-jährige Rumänin.

Nach Angaben der Geschädigten ist sie gerade dabei gewesen, ihre Sachen in einem Schließfach am Ausgang Arnulfstraße zu verstauen, als plötzlich ein Unbekannter neben ihr auftauchte und sie bedrängte. Der Mann schleuderte sie anschließend gegen die Schließfächer, so dass sie stürzte. Des Weiteren gab die Frau an, dass er Angreifer sie an den Haaren zog, mit dem Fuß trat und in einer ihr unbekannten Sprache umherschrie.

Ein 41-jähriger Polizeibeamter des Polizeipräsidiums München hatte zu diesem Zeitpunkt seine Familie zum Gleis 25 zur Bahn gebracht. Auf dem Rückweg zur U-Bahn vernahm er lautes Geschrei an der Schließfachanlage. Als er nachschaute, sah er dort, wie ein Mann mehrmals mit beiden Händen heftig eine Frau gegen die Schließfächer stieß. Mindestens einmal versuchte der Randalierer zudem, mit der Faust auf sein Opfer einzuschlagen, was aber missglückte. Der Polizeibeamte gab sich durch mehrmalige Rufe „Polizei!“ zu erkennen. Als der Angreifer trotzdem nicht von der Frau abließ, brachte er den 54-jährigen Schweden zu Boden und hielt ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest, die er von Passanten riefen ließ.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den Skandinavier wegen Nötigung und Körperverletzung. Die Beamten hoffen hierbei auf weitere Zeugenaussagen, denn in der Nähe der Schließfächer befanden sich mehrere Reisende, die die Situation beobachten konnten. Einen Mann hatte der Schwede ebenfalls kurz zur Seite gestoßen. Zwei Frauen, die der Rumänin helfen wollten, ließen wieder ab. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen des Vorfalls und bitten, sofern jemand sachdienliche Hinweise machen kann, sich unter der Rufnummer (089) 515550-111 zu melden.

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