Die Mühlen der Justiz mahlen langsam

Schlosskanal-Würger: Warten auf die DNA-Probe

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Domenico L. (31) wurde am 28. Mai von einem Unbekannten erstochen

München - Es kann noch Wochen dauern, ehe per DNA-Abgleich sicher bewiesen werden kann, ob der psychisch gestörte Schlosskanal-Würger auch der Isar–Mörder ist - oder eben nicht. Die Mühlen der Justiz mahlen langsam.

Es kann noch Wochen dauern, ehe per DNA-Abgleich sicher bewiesen werden kann, ob der psychisch gestörte Schlosskanal-Würger auch der Isar–Mörder ist – oder eben nicht: Mit einem Fahrradschloss versuchte Marko T. (Name geändert) am 11. August einen Iraker zu erdrosseln, der dort friedlich mit seiner Freundin spazieren ging. Wegen dieses grundlosen Gewaltausbruchs geriet der unter Betreuung stehende und bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestrafte Mann augenblicklich in der Fokus der Soko Cornelius, die den Mörder des Ingenieurs Domenico L. († 31) jagt.

Der Italiener wurde am 28. Mai in der Erhardtstraße von einem Unbekannten nach einem kurzen Disput erstochen. Von dem Mörder existiert lediglich eine DNA-Spur. Marko T. weigert sich trotz zweier gerichtlicher Beschlüsse, eine Speichelprobe abzugeben. Weil er wegen des Angriffs mit dem Fahrradschloss noch nicht verurteilt wurde, hat er das Recht, gegen alle Beschlüsse Einspruch einzulegen. Und das kann dauern. Die Arbeit der Soko Cornelius (31 Beamte; Tel., 2910-0) geht daher unvermindert weiter. Gesucht werden weiterhin Zeugen – speziell aus den Reihen der Taxifahrer und Sicherheitsdienste.

D. Plange

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