Schmierer am Zug! 

Unbekannte verschandeln mehrere U-Bahn-Waggons

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Vandalen am Werk: Als die beschmierten Züge gestern zum Reinigen nach Fröttmaning gefahren wurden, gelangen diese Fotos. 

Wer sind nur diese Schmierer? In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte einen U-Bahn-Zug großflächig besprüht. Jetzt ermittelt die Polizei gegen die Schmierer am Zug!

Als der Zug durch die Stadt zur Reinigung nach Fröttmaning gefahren wurde, sorgte dies für einiges Aufsehen in den Bahnhöfen. Der Zug war Donnerstagabend in einer Parkanlage der Verkehrsbetriebe abgestellt, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Wo genau, will die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nicht verraten. 

Der Fall wurde der Polizei angezeigt. Ob der Größe der Schmierereien ist von mehreren Tätern und einer vermutlich mehrstündigen Sprühzeit auszugehen. Die Schadenssumme durch Vandalismus im Bereich der MVG liegt laut Sprecher seit Jahren in einer Größenordnung von rund zwei Millionen Euro. 

Die Anzahl „klassischer“ Graffiti wie das großflächige Besprühen ganzer Züge oder Anlagen sei in den vergangenen zehn Jahren allerdings zurückgegangen. Dafür haben Kleinschäden etwa durch das Einschlagen oder Verkratzen von Scheiben, das Verschandeln mit Aufklebern oder aufgeschlitzte Sitze zugenommen. Zur Eindämmung von Vandalismus setzt das Unternehmen unter anderem auf zielgerichtete U-Bahnwachen – teils auch als verdeckte Ermittler – sowie Videoüberwachung. Überführte Täter werden bei der Polizei angezeigt. 

Die Schmierschriften werden beseitigt, um so Nachahmertaten zu unterbinden. „Die Züge fallen dann in der Zeit der Reinigung für den Betrieb aus.“ Die Beseitigung von Vandalismusschäden würden vor allem aus Fahrgeldeinnahmen finanziert. Die MVG warnt, dass solche Aktionen auch lebensgefährlich sein können, wenn sich Unbefugte in nichtöffentlichen U-Bahn-Bereichen bewegen.

Unbekannte verschandeln mehrere U-Bahn-Waggons – Jetzt ermittelt die Polizei!

Anfang September konnte die Polizei eine Sprayer-Crew in München schnappen und damit Graffiti-Sachbeschädigungen aufklären, dabei haben sie Hilfe bekommen. 

Pubertäre Streiche oder Vandalismus?

„Tod dem Kapital“ - Rund 100 Straftaten zählte die Polizei München alleine in einer Nacht: Im Stadtteil Fürstenried/Forstenried wurden Autos und Häuser mit Sprüchen beschmiert, die die Polizei dem linken Spektrum zuordnet. Lesen Sie mehr dazu hier.

Im Glockenbachviertel kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Schmierereien, Steinwürfe und Bränden. Was steckt hinter den Attacken?

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