Kabinett beschließt weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags

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Diebe waren auf Drogen

Schmuckräuber vor Gericht: "Wie ferngesteuert"

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Ali Ü. (25, li.) und Emir S. (25) gestanden den Raubüberfall.

München - Ihr Überfall auf ein Münchner Juweliergeschäft ging ordentlich schief. Nun stehen zwei junge Männer wegen dieser Tat vor Gericht. Sie behaupten, unter Drogen gestanden zu haben.

Lichtes Haar, füllige Wangen, trauriger Blick. So sitzt Emir S. (25) auf der Anklagebank. Ein schüchterner junger Mann, der nur leise spricht. Auch Ali Ü. (25) neben ihm fällt nur durch seine Frisur auf. Beide tragen schwarze Anzüge. Beide sind Räuber. Beide gestanden am Mittwoch den Überfall auf ein Schmuckgeschäft in der Rosenheimer Straße.

"Am Vortag haben wir LSD und Ecstasy eingekauft", sagt Emir S., ein früherer Fleischerlehrling. Durch die Drogen bekommen beide Halluzinationen. "Wir haben Diamanten gesehen und sind auf die absurde Idee gekommen, dass wir uns welche besorgen müssen."

Die Nacht des 8. Juli machen sie durch, am nächsten Morgen geht es ihnen schlecht. Deshalb schluckt Emir S. zwei Ecstasy-Tabletten, sein Spezl sogar vier. In diesem Zustand kommen sie in der Rosenheimer Straße vorbei. "Draußen haben wir Ringe gesehen. Ich bin über die Theke gesprungen und habe den Schmuck von der Auslage in die Tasche gesteckt", sagt Emir S.

"Ich war wie ferngesteuert"

Laut Anklage sprühte er dem Laden-Inhaber auch Pfefferspray ins Gesicht. Ali Ü., früher Tankstellenverkäufer, soll ihn sogar zweimal ins Gesicht geschlagen haben. "Ich war wie ferngesteuert", sagt Ü. "An den Schlag erinnere ich mich nicht. Aber ich leugne ihn auch nicht."

Nach wenigen Sekunden ist der Raubüberfall wieder vorbei. Der Inhaber berappelt sich und wählt den Notruf. Am Ende beklagt er einen Schaden von rund 13.000 Euro. Emir S. und Ali Ü. fliehen nach dem Raub, aber sie kommen nicht weit. Zivile Beamte fangen sie schon am Weißenburger Platz ab, trotzdem geht die Verfolgungsjagd noch weiter. Dumm nur: Die Beute ist größtenteils weg. Die Räuber hatten sie teilweise schon versteckt oder weggeworfen. Der Prozess dauert an.

thi

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