Wegen Schnee-Chaos total neben der Spur

Trambahnen entgleist - Busse stecken fest

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Die Münchner Feuerwehr war in der Nacht im Dauereinsatz.

München - Die Feuerwehrler in Haidhausen brauchten in der Silvesternacht vor allem eines: Muckis. Zwei Trambahnen entgleisten und mussten zurück auf die Schienen gehievt werden.

Um 1.30 Uhr rutscht die erste Tram, eine 19er, am Max-Weber-Platz aus der Spur – obwohl sie nur im Schritttempo unterwegs ist. Doch die Rillen in den Schienen, auf denen die Räder fahren, sind mit Schnee verstopft. Die Feuerwehrler schaufeln den Schnee weg, drücken die Tram zurück ins Gleis.

Um 3.20 Uhr erwischt’s eine Linie N 19, erneut am Max-Weber-Platz. Weil der Unfall in einer Kurve passiert, muss die Einsteinstraße stadtauswärts gesperrt werden. 25 Feuerwehrler sind im Einsatz, versuchen, die Tram über Rutschbleche zurückzuschubsen. Am Ende hilft nur: geballte Manneskraft. Nach fünfeinhalb Stunden ist die Tram wieder am rechten Weg. Verletzt wird niemand.

Zu viel Schnee am Gleis – Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste kritisiert, dass 2006 die schienengebundenen Schneepflüge abgeschafft wurden und es jetzt nicht genügend Kapazitäten zum Schneeräumen gibt. „Die Fahrgäste bezahlen mit dem Kauf ihrer Fahrkarten auch für einen zuverlässigen Betrieb, selbst wenn Schnee fällt.“

Zu viel Schnee! Zwei Trambahnen entgleist

Total neben der Spur, diesmal der Fahrspur, steckt auch ein Kia Carnival am Donnerstagmittag in der Landsberger Straße: „Mich hat die Sonne geblendet, da bin ich auf die Gleise der Tram gerutscht“, sagt Fahrer Evgeny V. (49). Der ACE zieht den Wagen raus – und Evgeny kann seinen Ausflug fortsetzen.

Im Pasing sowie auf der Theresienhöhe blieben MVG-Busse im Schnee stecken. Sie mussten von der Feuerwehr freigeschleppt werden. Außerdem mussten von der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet mehrere umgestürzte Bäume von der Fahrbahn entfernt werden.

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