Stadt will mit 19,5 neuen Stellen die Warteschleifen verkürzen

Schnellere Hilfe am Rathaus-Telefon

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Im Rathaus sollen bald mehr Mitarbeiter am Telefon sitzen.

Wer im Rathaus anruft, braucht zuweilen viel Geduld. Die Bürger bekommen in manchen städtischen Referaten nur in 14 Prozent einen Ansprechpartner ans Telefon.

Das soll sich jetzt ändern. Die Stadt stellt neue Mitarbeiter für die Bürger in den Referaten ein.

Trotz des Voranschreitens von Internet und E-Mail bevorzugen 50 Prozent der Münchner nach wie vor einen telefonischen Kontakt, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben. Doch die telefonische Erreichbarkeit der städtischen Dienststellen ist teilweise miserabel. Eine Befragung der Bürger vor zwei Jahren ergab, dass nur ein Drittel der Münchner mit der telefonischen Erreichbarkeit der Stadtverwaltung zufrieden ist.

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Die Untersuchung ergab auch, dass beispielsweise im Kreisverwaltungsreferat von 1,4 Millionen Anrufern nur 250 000 einen Ansprechpartner ans Telefon bekamen. Das entspricht einer Erreichbarkeitsquote von 18 Prozent, bei der Kfz-Zulassungsstelle waren es sogar nur 14 Prozent! Eigentlich hat sich die Stadtverwaltung die Marke von 80 Prozent zum Ziel gesetzt. Die zentrale Vermittlung schaffte diese Quote allerdings mit Leichtigkeit – hier kommen 92 Prozent der Anrufer durch! Dennoch muss OB Christian Ude feststellen: „Gegenüber den Jahren von 2003 und 2005 zeigte sich keine signifikante Verbesserung.“

Die Rathauskoalition von SPD und Grünen will nun den Endlos-Warteschleifen mit mehr Personal an den Kragen, wie es bereits im Koalitionsvertrag festgelegt wurde. Nächste Woche will der Stadtrat grünes Licht für mehr Personal geben. Derzeit gibt es in den Dienststellen rund 80 Mitarbeiter, die für Bürgeranfragen am Telefon zuständig sind. Um den Telefon-Notstand zu beheben, wären 28,5 zusätzliche Stellen notwendig. Nun sollen 19,5 neue Stellen geschaffen werden, die restlichen neun Stellen sollen durch personelle Umschichtungen entstehen.

Für die Stadt bedeutet das Mehrkosten von rund einer Million Euro pro Jahr. Das Kreisverwaltungsreferat soll um zwölf neue Stellen auf 22 Telefonisten aufgestockt werden. Im Sozialreferat werden sechseinhalb neue Stellen geschaffen, im Schulamt sechs. Weitere vier Stellen sollen der Koordinierung dienen.

J. Welte

Quelle: tz

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