Bayerischer Tourengeher stürzt 100 Meter tief - schwer verletzt

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Unfall in der Zirkus-Manege

Schock! Das ereignete sich bei Krone-Premiere

Ein Unfall in der Manege hat am Donnerstagabend die Premiere des Circus Krone überschattet.

Ein Unfall in der Manege hat am Donnerstagabend die Premiere des Circus Krone überschattet. Jongleur Michael Ferreri wurde verletzt.

Kaum hieß es „Manege frei“, stockte dem Publikum im noch abgedunkelten Saal der Atem: Sekunden vor Beginn seiner Nummer krachte dem Jongleur Michael Ferreri eine Requisite auf den Kopf – eine an der Decke befestigte Kiste mit Bällen hatte sich gelöst und den Deutsch-Spanier am Kopf getroffen. Krone-Mitarbeiter eilten herbei und schleppten den benommen zu Boden gegangenen Jongleur aus der Manege. Per Notruf wurde sofort ein Rettungswagen herbeigeordert.

Das Publikum reagierte mit Raunen, viele waren schockiert. Andere hatten wegen der Dunkelheit zunächst nicht mitbekommen, was geschehen war, doch sprach es sich schnell herum. Die Direktion reagierte schnell, die Kapelle wurde angewiesen, zu spielen und eine vorgezogene Clown-Nummer füllte die knapp 15 Minuten Wartezeit bis zum eigentlichen Beginn der Premiere. Unterdessen kam Ferreri hinter dem Vorhang langsam wieder zu sich. Noch in der Pause gab es dann eine vorsichtige Entwarnung. Ferreri hatte zwar eine blutende Kopfwunde, konnte aber selbstständig aufstehen und sich bewegen. Aus Sicherheitsgründen wurde er aber mit dem Sanka in ein Krankenhaus gebracht. Es wurde eine Computertomographie gemacht, um Verletzungen an Schädel oder Wirbelsäule auszuschließen. Aber der junge Mann hatte Glück im Unglück: Außer einer Platzwunde am Hinterkopf, die geklammert wurde, hatte Ferreri keine schweren Verletzungen erlitten.

Begeistertes Publikum

Derweil ging die Show, welche noch von der im Sommer verstorbenen Ex-Direktorin Christel Sembach-Krone konzipiert worden war, über die Bühne: Drei Elefanten, geführt von der neuen Zirkus-Chefin Jana Lacey-Krone, Tochter der Grand Dame, gaben den Anstoß für einen Abend, der das Publikum begeisterte. Spektakuläre Akrobatik, wie der schwindelerregende Deckenlauf von Alex Michael, oder die Trampolin-Show der Gruppe „High Five“ sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

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Als „Hommage“ – so auch der Titel des zweiten von drei Winterprogrammen – an die ehemalige Direktorin ist die Pferde-Nummer, die Lacey-Krone mit Ehemann Martin präsentiert, gedacht. Zu Riverdance-Musik zeigt der Zirkus seine prachtvollsten Hengste und erinnert dabei an Christel Sembach-Krone, die die Zirkuspferde stets als „ihre Kinder“ bezeichnet hatte. Den Höhepunkt der Show bietet dann Martin Lacey in Eigenregie: Mit seinen Raubkatzen machte der Dompteur das Publikum zum Zeugen eines Weltrekords: 22 Löwen und Tiger zeigten erstmals gemeinsam den klassischen Hochsitzer.

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Am Tag nach der Premiere war auch Jongleur Michael Ferreri wieder im Krone-Bau, trat am Freitag sogar schon wieder auf. Allerdings ohne die abgestürzte Kiste. Die 40 mal 40 Zentimeter große Holzkonstruktion ging bei dem Absturz aus rund sieben Metern Höhe zu Bruch. Laut Information von Frank Keller vom Krone-Management hatte Ferreri die Kiste selbst unterm Hallendach aufgehängt und diese dabei vermutlich nicht ausreichend befestigt.

Lucas Sauter Orengo

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