So schön ist der neue Flaucher

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Wirtin Antje Schneider und Günter Kador, Geschäftsführer von Spaten/Löwenbräu, in ihrem frisch renovierten Biergarten

München - Nach sechs Monaten Umbauarbeiten im Biergarten am Flaucher ist Wirtin Ante Schneider heilfroh. Die tz hat sich ­am Montag im neu eröffneten ­Biergarten umgesehen.

Als Antje Schneider und ihr im Februar verstorbener Vater Hermann Haberl vergangenes Jahr den dicken Stapel mit neuen Denkmalschutz-Auflagen für den Flaucher-Biergarten gesehen haben, schlugen sie die Hände über dem Kopf zusammen. Jetzt nach sechs Monaten Umbauarbeiten ist die Wirtin aber froh: „Er war ja wirklich in die Jahre gekommen – und das Ergebnis ist ­einfach toll.“ Die tz hat sich ­am Montag im neu eröffneten ­Biergarten umgesehen.

Übersichtlicher, strahlender und gemütlicher – schon beim Betreten merkt der Besucher, dass am 140 Jahre alten Bau ­einiges getan wurde. Und tatsächlich haben die Wirtin und die Löwenbräu-Brauerei über eine Millionen Euro für die aufwändige Kernsanierung in die Hand genommen. „Früher war einfach alles zu verwinkelt und dezentral“, sagt Schneider.

Das meiste ging für neue Stromleitungen, den Umbau der Küche und den Einbau modernster Kühlanlagen und neuester Technik drauf. „Unser Haus war nicht mal winterfest. Im Winter liefen wir ständig Gefahr, dass alles einfriert. Und im Sommer standen wir oft im Dunkeln, weil das Stromnetz überlastet war.“ Sogar Böden, Fliesen und Ecken sind neu.

Über folgende Neuerungen werden sich die Besucher besonders freuen:

Essen und Getränke: Ab jetzt muss der Besucher nicht mehr die einzelnen Standl absuchen. Alle Ausgaben befinden sich zentral am großen Häusl. Dabei gibt es Neuigkeiten für die ­Schleckermäuler: eine Kaffe- und Kuchen-Station, in der es neuerdings auch die beliebten Schmalznudeln (Stück 2,80 Euro) von der Kugler-Alm gibt.

Sitzbereich: Für alle 1300 Besucher stehen neue Biertisch-Garnituren bereit – mit Lehne! Im bedienten Bereich zieren rot-weiß-karierte Decken und Polster die Tische und Bänke – es ist noch gemütlicher geworden.

Erlebnisspielplatz: Wirtin Antje Schneider, die selbst vier Kinder hat, ist besonders stolz auf den ­neuen Spielplatz mit Klettergerüst, Rutsche, Aussichtsturm mit Hängebrücke und Strickleiter sowie Sandkasten und Wipptieren.

Die ersten Planung für den ­neuen Flaucher-Biergarten hat Antje Schneider noch mit ihrem Vater Hermann Haberl (†) gemeinsam gemacht. Am Montag war sie etwas wehmütig: „Wir haben versucht, alles in seinem Sinne zu machen. Ich glaub’, ihm würde es narrisch gut gefallen.“

Nina Bautz

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