Bauarbeiten erneut verschoben 

Schöner wird’s nicht: Sanierung der Paul-Heyse-Unterführung wohl erst im nächsten Jahr 

Hell und freundlicher: Die Visualisierung zeigt, wie die Unterführung aussehen soll.

Die Paul-Heyse-Unterführung wird auch in diesem Jahr nicht hergerichtet. Das geht aus einer Antwort der Stadt auf eine Nachfrage des damaligen CSU-Stadtrates Richard Quaas hervor.

In dem Schreiben heißt es, die Bauleistungen würden im kommenden Jahr beginnen.

Der Stadtrat hatte bereits ein Konzept bewilligt. Für insgesamt 6,3 Millionen Euro soll der fast 100 Jahre alte Tunnel auf Vordermann gebracht werden. Dazu werden die Wände der Unterführung mit einer Vorsatzschale aus hell lackierten Metallpaneelen verkleidet. 

Diese Platten reichen in einer Art Bogen bis zu einem Teil der Decke. So soll sich der Bereich für Fußgänger und Radfahrer von der Straße optisch abheben. Die Paneele sind gelocht und sollen den Lärm absorbieren. Die bislang außen und an den Mittelstützen montierte Beleuchtung soll mehr an die Fahrbahn heranrücken. Die Mittelstützen sollen darüber hinaus mit einer Effektbeleuchtung aus blauem Licht inszeniert werden. Damit könnte der Tunnel künftig differenziert gestaltet werden und sein Einheitsgrau verlieren.

 Die Verwaltung wird für die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik setzen. Verzichten will die Stadt auf die Nachrüstung einer Längslüftung. Zum einen verspreche die bei einem mit 210 Metern sehr kurzen Tunnel mit Richtungsverkehr ohnehin keinen Effekt auf die Luftqualität. Zum anderen existiere derzeit auch kein Raum für eine derartige Konstruktion. Für das Konzept kalkuliert die Stadt mit rund 100 000 Euro für den Unterhalt. Die Bauzeit würde 20 Wochen betragen.

Eigentlich hätte die Sanierung bereits im Sommer vergangenen Jahres beginnen sollen – mit der Umsetzung des neuen Beleuchtungskonzeptes in der Mitte des Tunnels. Doch auf eine erste Anfrage von Quaas ließ die Stadt im November mitteilen, dass auf die Ausschreibungen keine Firmenangebote eingegangen seien. Die Auftragsbücher waren voll.

 Ein Umbau in diesem Jahr ist ebenso ausgeschlossen. Denn laut Stadt verhinderten die aktuell die beginnenden Trambahnbaumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz und die Fernkältebaumaßnahmen in der Schwanthalerstraße eine Sanierung der Paul-Heyse-Unterführung. Das liege vor allem an der jeweiligen komplexen Verkehrsführung.

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