Gütesiegel für Schönheits-OPs im Kampf gegen den Pfusch

Ärzte: Jetzt gibt es das Busen-Zertifikat!

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Professor Mang bereitet eine Busenvergrößerung vor. Am Donnerstag bekam der Schönheitschirurg für seine Operationen von DEKRA-Vertreterin Dr. Andrea Bronner das Gütesiegel verliehen. Dafür können sich jetzt alle Schönheitschirurgen bewerben.

Hässliche Narben, schiefe Gesichter, unschöne Brüste: „Schönheitschirurgie ist gefährlich“, warnt Prof. Werner Mang (59).

„Hier drohen viele Risiken und Komplikationen. Bei manchen Ärzten geht sogar jede dritte Schönheits-OP schief.“

Diesen Pfusch im OP will Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg jetzt mit Hilfe der DEKRA wirksam bekämpfen. Ab sofort bittet er alle Kollegen zum Busen-Zertifikat: „Jeder Operateur, der Brustvergrößerungen, Facelifts oder Fettabsaugungen vornimmt, muss auf den Prüfstand“, fordert Mang.

Deshalb hat er seine „Internationale Gesellschaft für Ästhetische Medizin“ (IGÄM) von der DEKRA nach strengen Kriterien zertifizieren lassen. Sie darf jetzt offizielle Gütesiegel an Schönheitschirurgen vergeben, die besonders viele Eingriffe an Busen oder anderen strategisch wichtigen Körperstellen vornehmen und dabei qualitativ hochwertige Arbeit in blitzsauberen Kliniken nachweisen. Dieses Siegel ist laut Mang eine der wenigen Möglichkeiten für Patienten, herauszufinden, welcher Schönheitschirurg wirklich gut ist: „Pfuscher und Scharlatane würden diesen Test niemals bestehen.“

Mang stolz: „Wir sind die erste medizinische Fachgesellschaft überhaupt, die von der DEKRA mit diesem Zertifikat ausgezeichnet wurde. Ich hoffe, dass sich bald möglichst viele meiner zahlreichen Kollegen dieser freiwilligen Überprüfung unterziehen.“

Am Donnerstag nahm Prof. Mang im Hotel Vier Jahreszeiten sein eigenes Gütesiegel in Empfang: „Das ist wie ein Führerschein für Ärzte“, sagt Werner Mang. Sein persönliches Busen-Zertifikat bezieht sich allerdings nur auf Nasenkorrekturen, Facelifts und Lidstraffungen. Die Busen in der Bodenseeklinik operiert sein Oberarzt.

Michael Timm

Quelle: tz

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