Lachs sei Dank!

Schörghuber "fischt" 85 Millionen Euro Gewinn

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Mit seinen vielen Lachszuchten erwirtschaftet das Münchner Unternehmen auch außerhalb Europas satte Gewinne.
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Das Bikini Einkaufszentrum gehört zu den Top-Adressen in Berlin. Schörghuber ist nicht nur in München schwer aktiv.
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Der Donisl am Marienplatz wurde abgerissen. Es entsteht ein neues Gasthaus.
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Joseph Pschorr Haus

München - Kein Angler-Latein! Bei der Lachszucht fischt das Münchner Familienunternehmen Schörghuber nicht mehr länger im Trüben, sondern zieht nach Verlusten von knapp 30 Millionen Euro im Jahr 2012 mittlerweile richtig dicke Fisch an Land.

Durch die rund 50.000 Tonnen verkauften Fischs (Umsatz von rund 173 Millionen Euro) ging dem ansonsten im Bauen und Brauen erfolgreichen Konzern im vergangenen Geschäftsjahr ein Gewinn von 5,6 Millionen ins Netz. Noch kapitaler war der Ertrag nach Steuern im Gesamtunternehmen: 85,2 Millionen nach Steuern steht da in den Büchern. „Das ist zufriedenstellend“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Schörghuber Unternehmensgruppe, Klaus Naeve.

Nicht ganz zufriedenstellend läuft es im Imperium von Alexandra Schörghuber nur nicht bei den Hotels: Verluste von rund 10 Millionen Euro sind dort aufgelaufen, unter anderem wegen hoher Renovierungskosten im mallorquinischen Golfhotel (Investment von 12 Millionen Euro), hauptsächlich aber wegen unrentabler Pachtverträge mit anderen Hotelbetreibern. Sie werden laut Naeve nach und nach gekündigt, die rentablen Objekte dann selbst betrieben.

Beim Brauen sprudeln hingegen die Gewinne. Bei einem Umsatz von 600 Millionen Euro bleibt ordentlich Schaum zum Abschöpfen übrig: 23,2 Millionen Gewinn waren es 2013. Welcher Getränkehersteller kann das schon von sich sagen? Der Grund: eine Preiserhöhung, die aufgrund der starken Marke Paulaner beim Umsatz fast folgenlos blieb und eine moderate Absatzsteigerung durch Alkoholfreies oder neue Bierprodukte (wie z.B. der Paulaner Braumeister Edition).

Ein noch größeres Fass als beim Bier macht die Schörghuber Unternehmensgruppe beim zweiten Kerngeschäft, dem Bereich Bauen und Immobilien, auf. Knapp 100 Millionen nach Steuern bei einem Umsatz von 373 Millionen Euro – auf diesen Steinen kann man bauen. Top-Objekte wie das Joseph Pschorr Haus in der Münchner Fußgängerzone, der Zoo-Palast in der Bundeshauptstadt nebst dem Bikini Berlin Einkaufszentrum waren da die Höhepunkte. In München folgt in den nächsten Jahren die Donisl-Renovierung, in Stuttgart das spektakuläre City-Quartier Milaneo, das mit 415 Wohnungen über einem vierstöckigen Einkaufszentrum in die Höhe wächst.

Wachsen tut auch die Bayerische Hausbau! In der gestern veröffentlichten bundesweiten Projektentwickler-Hitliste der Analysten von BulwienGesa liegt man mittlerweile auf Rang vier. – in München übrigens auf dem ersten Platz. 263 000 Quadratmeter wurden und werden zwischen 2011 und 2018 fertiggestellt, gebaut oder geplant. Da sind dann die Lachse im großen Schörghuber-Becken schon fast kleine Fische.

RDF

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