OB verärgert über Tochterunternehmen

Schon wieder: Sexismus bei der Stadt!

München - Schon wieder Sex-Verfehlungen bei der Stadt: In einem städtischen Tochterunternehmen sei ein Mitarbeiter gefeuert worden!

 Die betroffene Mitarbeiterin habe wegen eines Vorfalls bei der Polizei Anzeige erstattet, die sogar in ein Strafverfahren gemündet sei, berichtet OB Dieter Reiter (SPD) dem Stadtrat. Vor zwei Jahren hatte der Vorwurf eines Sex-Mobbings bei der Messe Schlagzeilen gemacht.

Danach hatte der Stadtrat ein Konzept gegen Diskriminierung bei städtischen Gesellschaften beschlossen. Titel: „Sexismus-Problem ernst nehmen!“ Jetzt zieht der OB Bilanz – und er sieht das Problem nicht überall ernst genommen. „Bei einzelnen Gesellschaften bestehen noch erhebliche Defizite“, ärgert sich Reiter. Viele Unternehmen wie die Filmwochen GmbH oder der Olympiapark gingen vorbildlich vor. Andere wie die Deutsches Theater Grundbesitz GmbH oder die Pasinger Fabrik hätten schlicht mitgeteilt: „So etwas gibt es bei uns nicht.“ Der OB sagt: „Das kann zu einer Tabuisierung führen und schützt die Täter.“ Jetzt will er den Chefs die Leviten lesen!

dac

Rubriklistenbild: © dpa

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