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Schrannen-Versteigerung abgesagt: Gibt es einen neuen Investor?

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München - Die Zwangsversteigerung der Schranne ist abgesagt. "Die Gläubiger haben den Antrag gestellt, das Verfahren nicht weiterzubetreiben", teilte das Amtsgericht mit. Offenbar gibt es einen neuen Investor.

Die Versteigerung der Markthalle am Viktualienmarkt war für den morgigen Mittwoch geplant gewesen. Einen Grund für die Absage hätten die Gläubiger nicht genannt, sagte Amtsgerichts-Sprecherin Ingrid Kaps. Da die Versteigerung nur auf Betreiben der Gläubiger stattgefunden hätte, sei eine Absage bis kurz vor Beginn der Auktion möglich. Für die Schrannenhalle, deren sogenannter Verkehrswert auf 34 Millionen Euro geschätzt wird, hätte ein möglicher Käufer mindestens 17 Millionen Euro bieten müssen.

Offenbar gibt es nun einen neuen Investor. Welche Rolle der spielt, ist aber unklar. Doch hat sich nach ersten Informationen dieser neue Investor mit der Schrannen-Verwaltung und der Deutschen Bank London auf eine Absage des Versteigerungstermin geeinigt.

Die Deutsche Bank ist der Hauptgläubiger. Eigentümer des Grundstücks am Viktualienmarkt ist die Stadt München, die Schrannenhalle KG ist über die Erbbaupacht Vermieterin des Gebäudes. Der Anwalt der KG, Michael Scheele, bestätigte die Absage der Versteigerung.

Die Halle war 2005 als Zentrum für Gastronomie, Markt und Kultur eröffnet worden. Nun geht das Hick-Hack um die Halle weiter: Im März dieses Jahres war die Mietgesellschaft Schrannenhalle GmbH in die Insolvenz gegangen. Der Gastronom Jürgen Lochbihler sollte den Betrieb der Halle vorübergehend fortführen, im August wurde der Mietvertrag mit ihm dann aber überraschend gekündigt.

pv

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