Schrannenclub: Das sind die letzten Partys

München - Nach fast fünf Jahren steigen am Wochenende die letzten Partys im Münchner Schrannenclub. Wie der Abschied gefeiert wird und wie es weitergeht in der Disko unter der Schrannenhalle: 

Das mit dem fallenden letzten Vorhang ist nicht erst seit Frank Sinatras My Way ein Synonym für gefühligen Abschied. Aus gegebenem Anlass bemühen ihn dieser Tage Oliver Henninges und Thomas Glashauser, denn nach fast fünf Jahren müssen sie an diesem Wochenende den Schrannenclub, die Diskothek unter der Schrannenhalle, räumen.

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Anfang April übernimmt die Hammer AG die Halle vom bisherigen Mieter, dem Bauunternehmer Günther Karl samt Tiefgarage und eben jenem Club, der künftig anderweitig genutzt werden soll. Weshalb dort nun der letzte Vorhang ins Spiel kommt für Henninges und Glashauser, die sich nur ungern trennen von ihrer Location, in der sie freitags Woche für Woche ihre „München Über 30“-Party gefeiert haben und am Samstag Motto-Partys auflegten oder das Terrain Fremdveranstaltern überließen. Eine Übung, die sie auch für diesen Samstag praktizieren. „Als die Anfrage kam, wussten wir noch nicht, dass das definitiv die letzte Nacht in unserem Club sein wird“, erinnert sich Glashauser. Und die ist jetzt eher was für Frauen, die Frauen in besonderer Weise zugetan sind, kurz: eine Lesben-Party.

Glashauser hat deshalb sein „Pfiad’ di“ auf den heutigen Freitag vorgezogen. Die ersten 200 Gäste bekommen ab 22 Uhr ein Glas Schampus, dann soll die Hütte ein letztes Mal bis zum frühen Morgen gerockt werden. Glashauser und Henninges machen dann erst mal zwei Wochen Pause, ab 8. April gastieren sie mit ihrem Ü30-Konzept jeden Freitag im Cafe Reitschule. Und wer weiß, vielleicht kehren sie irgendwann auch wieder in die Schrannenhalle zurück. Gerüchtehalber soll dort in einem Zwischengeschoss ein Club eingebaut werden. „Wir haben davon auch gehört, und wenn das stimmen würde, wären wir natürlich sehr interessiert, das ist schließlich unsere Heimat“ sagt Glashauser. Es wäre dann ein anderer Vorhang, der sich heben würde, im Souterrain fällt er morgen jedenfalls erst mal. Zum letzten Mal.

Thomas Oßwald

Rubriklistenbild: © fkn

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