Schüler fälschte Arzt-Atteste

München - Die vielen ärztlichen Atteste kamen der Schulleitung komisch vor. Gymnasiast Peter (18, Name geändert) ließ sich mehr als ein Dutzend Mal wegen angeblicher Krankheit entschuldigen - mit falschen Attesten.

Denn eine Rückfrage bei der betroffenen Ärztin ergab: „Einen solchen Stempel gibt es nicht!“

Peter flog von der Schule und musste sich jetzt wegen Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Rechtsanwalt Lutz Libbertz verteidigte ihn kostenlos, aus Mitleid. Denn dahinter steckt eine tragische Geschichte: Peters Mutter hat einen Suizidversuch hinter sich. Ihretwegen schwänzte er die Schule: „Ich wollte ihr helfen.“ Die zuständige Richterin beließ es bei einer Weisung: Peter muss einen Psychologen aufsuchen. Anwalt Libbertz: „Ein anderes Gymnasium hat ihn aufgenommen. Er hat gerade sein Klassenziel erreicht.“

ebu.

Rubriklistenbild: © dpa

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