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Schwere Prügel-Vorwürfe

Schüler klagt an: "Ein Lehrer hat mich geschlagen"

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Realschüler Murat (11, r.) ­erhebt ­schwere ­Vorwürfe gegen Klaus T.

München - Am Dienstag musste der kleine Murat vor Gericht von einem schlimmen Vorfall im Klassenzimmer berichten, der sich im November 2013 ereignet haben soll.

Der kleine Murat (11) erzählt mit kindlicher Stimme – mutig und detailgetreu erinnert er sich an jenen Schultag, der ihm heute noch Angst einjagt. Am Dienstag musste der Bub vor Gericht von einem schlimmen Vorfall im Klassenzimmer berichten, der sich im November 2013 ereignet haben soll. „Ich sollte nach vorne an die Tafel kommen, um eine Matheaufgabe zu lösen“, sagt Murat (alle Namen geändert). „Aber ich machte Fehler. Dann hat mich der Lehrer zurück zum Platz geschickt und mir fest auf den Hinterkopf geschlagen. Ich hatte eine Beule und Kopfschmerzen.“

Der Bub erhebt schwere Prügel-Vorwürfe gegen einen Lehrer! ­Seine Eltern zeigten Klaus T. (44) an, der Murat in Sport und Mathe an einer Giesinger Schule unterrichtet hatte, bis dieser aufgrund des Vorfalls die Schule wechselte. Dienstag musste sich der Pädagoge vorm Amtsgericht verantworten. Die Staats­anwaltschaft wirft ihm zwei Fälle von Körperverletzung im Amt vor. Er soll Murat in der Realschule auch an den Haaren gezogen haben.

Lehrer: "Ich musste streng sein"

Vor Gericht streitet der Lehrer die Vorwürfe ab. „Ich habe ihn mit der Hand an der linken Schulter angefasst und zum Platz zurück geführt, war weder wütend noch aggressiv“, sagt Klaus T. Und: „Es war eine sehr schwierige Klasse. Ich musste streng sein, damit wir mit den Stoff durchkriegen.“

Nervös sitzt er im Nadelstreifenanzug auf der Anklagebank. Sein Gesicht ist aufgedunsen, er schaut stur geradeaus. Murat beschreibt der Lehrer als Außenseiter, der in der großen Pause mit hängendem Kopf alleine in der Ecke stand.

Im Prozess gesteht T. aber ein, den Jungen beleidigt zu haben. „Ich sagte: Hier im Matheunterricht denken wir, glauben kannst du in der Moschee.“ Und auch: „Hast du eigentlich was am Kopf?“ Murat zufolge hat ihn der Pädagoge aber auch rassistisch beschimpft und sagte: „Du kannst nichts außer Döner essen.“

Einen Täter-Opfer-Ausgleich lehnt Murats Familie strikt ab. Der Vater sagt: „Um Geld geht es nicht. Jeder soll erfahren, was meinem Sohn passiert ist.“ Am 8. Mai sagen weitere Schüler und die Schul-Sekretärin aus.

Andreas Thieme

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