Demonstration gegen Integrationsgesetz

Schülerproteste gegen Ausbildungsverbot für Flüchtlinge

Unter dem Motto „miteinander füreinander“ haben am Donnerstag in München mehrere Hundert geflüchtete und deutsche Schüler mit Münchner Jugendverbänden gegen die restriktive Auslegung des Integrationsgesetzes in Bayern demonstriert.

München - Nach einer Kundgebung in der Nähe des Hauptbahnhofs zogen die Demonstrierenden bis zur Ludwig-Maximilians-Universität durch die Innenstadt.

Gleich zu Beginn machte Muhammed, Schülersprecher der Berufsschule an der Balanstraße, in einer Ansprache die verzweifelte Situation vieler geflüchteter Jugendlicher deutlich, indem er seine eigene Situation schilderte: „Ich habe die Sprache gelernt, zwei Jahre mit Erfolg die Schule besucht.“ Im Juli, so berichtete der Schüülersprecher, werde er seinen Abschluss machen. „Leider darf ich nicht weitermachen, obwohl ich drei Ausbildungsplätze angeboten bekommen habe.“

Bettina Raum, Sprecherin des Jungen Bündnis für Geflüchtete, stellte klar: „In unserem Bündnis sind unter anderem linke, liberale, kirchliche, studentische und gewerkschaftliche Gruppen – selbst die Junge Union ist dabei. Das sollte der bayerischen CSU-Regierung Anstoß zum Handeln geben.“ 

Rubriklistenbild: © dpa

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