Schuhbeck feiert Premiere seiner neuen teatro-Show

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Dr. Edmund Stoiber mit Ehefrau Karin und Truus Van Gaal (re.)

München - "... aber bitte mit Sahne!" heißt die neue Show in Alfons Schuhbecks teatro. Bei der Premiere am Donnerstag amüsierten sich nicht nur Waldemar Hartmann und Truus van Gaal köstlich.

Marianne Hartl kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen. Eben hat sie vor knapp 400 Menschen verraten, dass sie orange Unterwäsche trägt, während Waldemar Hartmann sich immer wieder in voller Lautstärke als Benjamin Blümchen-Fan outet: „Töröööö“, macht der Waldi und lacht, während die Gäste mit hochroten Köpfen und Tränen in den Augen fast unter den Tischen liegen.

Das Spiegelzelt bietet wieder eine herrliche Atmosphäre

Und nein, die beiden haben bei der Premiere von Alfons Schuhbecks teatro am Donnerstagabend nicht etwa lustige Pilze oder zu viel Wein erwischt, sondern wurden spontan in die Show ... aber bitte mit Sahne! eingebaut: von dem Heinz Erhardt-Look-alike und Bauchredner Kay Scheffel, der Marianne und Waldi kurzfristig die Worte in den Mund legte. „Bei so was hast du nur eine Chance: Entweder du machst mit, oder du rennst schnell davon“, sagte Waldemar Hartmann nach seinem grandiosen Auftritt. Vielleicht sein bester überhaupt? „Um eine warme Suppe muss ich mir auf jeden Fall keine Sorgen mehr machen“, meinte er schmunzelnd.

Ein bisschen Sorgen um das gute Geschirr machte man sich dann doch, als der britische Stand-up Comedian Steve Rawlings Dr. Edmund Stoiber zu sich auf die Bühne bat. Von einem mit Kaffeegeschirr gedeckten Tischchen die Tischdecke zu ziehen, das war Stoibers Aufgabe.

Kein Problem für Edi, wie ihn das Publikum lautstark anfeuerte: Kurz die Hände entfaltet, ein schneller Ruck, und schon war es geschafft. „Meine Frau war ganz überrascht, wie gut ich mit einem Tischtuch umgehen kann“, scherzte der ehemalige Ministerpräsident, der die Show im Stile der Fünfziger- und Sechzigerjahre sehr genoss. „Das war eine tolle Zeit“, sagte er, „alle wollten wie Elvis sein - ich natürlich auch.“

„Bei uns zu Hause lief immer laute Musik“, erzählte ­Truus van Gaal, die sich einen schönen Abend mit ihren Freundinnen machte. „Ich war das Jüngste von vier Kindern, und wir durften immer viele Leute einladen und Partys feiern. Und dann gab es damals immer russiche Eier – die mache ich heute noch!“, erzählte sie.

Russische Eier, Waldmeisterbowle und Toast Hawaii – kulinarisch hielt die Wirtschaftswunderzeit nicht nur Highlights bereit. „Am schlimmsten war falscher Lachs“, erinnerte sich der Regisseur Franz Xaver Bogner mit einem Schaudern. Und war sich sicher, dass ihm der Alfons, mit dem er schon den Kaiser von Schexing gedreht hat, so etwas nie antun würde.

„Passend zum Blick zurück in die Wirtschaftswunderzeit gibt es bei uns eine Terrine vom Perlhuhn, Zander auf Champagner-Linsen, ein Böfflamott mit Kalbsfilet und zum Schluss einen geeisten Kaiserschmarrn“, verriet der Hausherr. „Gerichte zum richtig satt werden, aber nix Überspitztes“, sagte Schuhbeck, der schon als 22-Jähriger in London die Beatles bekochte. „Des war schon der Wahnsinn“, erinnerte er sich.

Er hatte eben damals schon den Bogen raus, genau wie der Schönheitspapst Prof. ­Werner Mang im Hinblick auf die Mädels: „Mein Idol war Mick Jagger, ich spielte in der Schulband Schlagzeug und hatte lange Haare – da war ich der Größte“, sagte er.

Alfons Schuhbeck

„Wenn ich an die Sechziger denke, dann denke ich an meinen sechzigsten Geburtstag übermorgen“, erzählte Mona ­Freiberg, die mit ihrem Mann Bernd ­Helfrich zur Premiere gekommen war. Gefeiert wird aber nicht mit Bill Haley oder Elvis Presley, „sondern mit einem großen Countryfest bei uns am Chiemsee.“ Passte dann aber auch besser zum schönen Abschluss des Abends: Alfons Schuhbeck, der auf der Bühne Take Me Home, Country Roads zum Besten gab. Mitgesungen und gelacht haben u.a.: Konstantin Wecker („Ich stand mehr auf Verdi und Puccini als auf Elvis“) mit seiner Frau Annik, Erwin Huber, Ex-Rennrodlerin Susi Erdmann, Karin Stoiber, Michael Hartl, Fritz und Karin Egner, Uschi Dämmrich von Luttitz sowie Gloria Gray.

Ann-Catherin Karg

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