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Schuhbeck-Nachfolge am Platzl: Kita oder Hofbräuhaus in die Südtiroler Stuben?

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Von: Andreas Thieme

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Alfons Schuhbeck
„Alfons Schuhbeck steht zu seiner Schuld“, ließen seine Anwälte über einen Sprecher mitteilen. © Matthias Balk/dpa

Wer wird Nachfolger von Alfons Schuhbeck am Platzl? Beworben haben sich bislang das Hofbräuhaus und die Staatsoper für die Nachnutzung der Südtiroler Stuben. Doch jetzt könnte eine Kita das Rennen machen - das Bauministerium will letzte Details prüfen.

München - Alfons Schuhbeck dankt am Platzl ab: Zum 31. Dezember muss der Star-Koch seine geliebten Südtiroler Stuben verlassen - sein Mietvertrag endet, weil die Agentur Südtirol Marketing gekündigt hat. Doch wer wird sein Nachfolger? Diese Frage brodelt am Platzl.

München: Kita will Nachfolger von Alfons Schuhbeck in den Südtiroler Stuben werden

Wie unsere Redaktion exklusiv erfahren hat, könnte jetzt auch eine Kita einziehen. „Wir möchten die bisherige Kindertagesstätte der Staatsoper gerne erweitern. Die Räumlichkeiten würden sich dafür hervorragend anbieten“, sagte Sprecherin Annette Baumann. Sinn würde diese Lösung für die Staatsoper vor allem machen, weil die Mitarbeiter dann kurze Wege hätten. Aktuell werden zwölf Kinder am Platzl betreut. Eine Ausweitung würde eventuell auch Umbaumaßnahmen nach sich ziehen - diese Variante wird noch geprüft.

Beworben für die Schuhbeck-Nachfolge hat sich die Staatsoper auch vor dem Hintergrund der Raumnot im Nationaltheater, im Probengebäude am Marstallplatz, im Ballettgebäude am Platzl und auch im Bayerischen Staatsschauspiel - vorsorglich wurde deshalb Eigenbedarf angemeldet, um eine Nachnutzung in Form von Büros oder Probenräume durch die Staatstheater zu ermöglichen. Denkbar ist nun auch die Kita-Erweiterung geworden.

Zweiter Bewerber ist das Hofbräuhaus

Zweiter Bewerber ist das Hofbräuhaus, das nebenan seinen Sitz hat und die 1A-Lage ausnutzen will, um sein Geschäft zu erweitern. Beide haben als staatliche Institutionen bereits Eigenbedarf an den Räumlichkeiten angemeldet, die ebenfalls dem Freistaat gehören. Für die Nachnutzung der Südtiroler Stuben am Platz liegen aktuell zwei Anfragen vor, bestätigt ein Sprecher des Bauministeriums. „Beide Nutzungsmöglichkeiten werden jetzt durch die Bewerber konkretisiert und anschließend durch die Immobilien Freistaat Bayern geprüft.“

Dabei seien inhaltliche und bauliche Fragen zu klären. Erst anschließend könne über die Nachnutzung entschieden werden, die jetzt geklärt werden soll. Alfons Schuhbeck erwartet derweil die Zustellung seines Urteils vom Landgericht - bis morgen läuft die offizielle Frist.

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