Das Fest der Freundschaft

Bayernkaserne: 6000 Gäste feiern mit Flüchtlingen

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Organisator Tobias Irl war zufrieden.
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Angela T. (57): "Ich war seit morgens ehrenamtlich in der Kleiderausgabe tätig und wollte mir selbst ein Bild machen. Diese Veranstaltung ist eine wunderbare Idee und es ist schön, dass so viele Münchner gekommen sind. Ich frage mich, was die Regierung ohne die vielen Ehrenamtlichen machen würde. Sie verlässt sich auf die Verantwortung der Einzelnen."
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Benny Schier, Sänger und Schauspieler: "Das Charity-Sommerfest war ein ­toller Erfolg und hat die Erwartungen der Veranstalter sicher übertroffen. Mir gefiel die freundschaftliche Atmosphäre und auch die wirklich große Solidarität: Viele Besucher hatten Spielzeug und Klamotten für die Flüchtlinge mitgebracht. Es war eine große Gemeinschaft."
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Khaled Mustafa (41) aus Alraka in Syrien: "Ich bin vor drei Wochen nach München gekommen, habe einen Asylantrag gestellt und hoffe, Arbeit zu finden. In Syrien gibt es für meine Kinder keine Zukunft. Was ich hier an Gastfreundschaft erfahre, habe ich noch nirgendwo gesehen."
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Sami Attar aus dem Libanon mit Frau Aya und den Kindern Wafika, Bilal und Nesrine: "Das Fest war eine wunderbare Erfahrung für uns, wir haben uns sehr wohl und aufgehoben gefühlt. Die Hilfsbereitschaft der Münchner ist unglaublich, wir sind überwältigt und auch sehr dankbar."
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150 Pegida-Gegendemonstranten kamen am Samstag zum Euro-Industriepark.

München - Sie kamen als Fremde – und werden zu Freunden. Um zu helfen und gemeinsam zu feiern, fand am Samstag ein Sommerfest in der Bayernkaserne statt.

Sie kamen als Fremde – und werden zu Freunden. Tausende Menschen haben in den vergangenen Wochen ihre Heimat verlassen, um nach München zu fliehen. Auf der Suche nach Sicherheit und einem neuen Leben. Um zu helfen und gemeinsam zu feiern, fand am Samstag ein Sommerfest in der Bayernkaserne statt.

„Mehr als 6000 Gäste kamen. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, sagt Organisator Tobias Irl. 15 Musiker hatte er eingeladen, darunter Julian David vom Voxxclub, Schlagerbarde Bata Illic und Ron Williams. „Für mich waren die Solidarität und Hilfsbereitschaft überwältigend. 60 ehrenamtliche Helfer hatten sich erst kurzfristig eingefunden und spontan mitgemacht. Durch Spenden konnten wir 20.000 Euro Erlös erzielen, die wieder investiert werden. Unser Ziel ist, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen.“

Der Tag in der Bayernkaserne: Es war ein Fest der Freundschaft. „Alle waren gleich, niemand mehr fremd“, sagt Irl. „Die Stimmung war unglaublich familiär.“ Berührend der Moment, als syrische Flüchtlinge auf die Bühne gingen, um Volkslieder zu singen.

Tags drauf wieder Alltag: Hunderte Flüchtlinge kamen mit Zügen an. Wegen der Hitze musste die Feuerwehr die Schalterhalle am Starnberger Flügelbahnhof sogar per Großlüfter kühlen.

Niemand kommt zur Pegida-Demo

Stell dir vor, die Pegida plant eine Demonstration und niemand nimmt teil. Genau so lief es am Samstag im Euro-Industriepark ab! In München scheint den Islam-Kritikern so langsam die Anhängerschaft auszugehen. Gekommen waren stattdessen 150 Gegendemonstranten. Sie hielten farbige Plakate hoch mit Aufschriften wie „Jeder Mensch ist ein Geschenk für die Welt.“ Die Erkenntnis dieses Tages: München ist und bleibt bunt!

A. Thieme

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