Aktion geht nach hinten los

AfD projiziert Logo auf Allianz Arena - Polizeieinsatz

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Die AfD Bayern ließ am Sonntagabend ihr Wahllogo auf die Allianz Arena Projizieren. Jetzt gibt‘s dafür Ärger.

Die AfD projizierte am Sonntagabend ohne Genehmigung ihr Wahlkampflogo auf die Allianz Arena und kritisierte den anschließenden Polizeieinsatz. Die Verlierer der Aktion dürften sie aber selbst sein.

Bekannt wurde die mutmaßliche Ordnungswidrigkeit durch die AfD selbst. Wahlkampfkoordinator Martin Hebner informierte per Pressemitteilung über die Aktion und empörte sich, dass die Polizei „mit einem Großeinsatz“ gegen sie vorgegangen war. Überschrift der Mitteilung: „CSU lässt AfD polizeilich verfolgen“. Vermutlich will die Partei mit der angeblichen unangemessenen Vorgehensweise der Polizei kurz vor der Wahl am Sonntag Stimmung machen.

„Für München ist das kein Großeinsatz“

Das ging aber gehörig daneben. Tatsächlich handelt es sich bei der Projektion nämlich um eine nicht genehmigte öffentliche Aktion, die der Sicherheitsdienst der Allianz Arena am Sonntag gegen 23 Uhr der Polizei meldete. Das erklärt Polizeisprecher Oliver Timper auf Nachfrage. „Mitteiler war nicht die CSU“, so Timper. 

Und überhaupt: Auch die Angabe der AfD, es sei ein halbes Dutzend Polizeifahrzeuge angerückt, stimme nicht. „Es waren vier Fahrzeuge. Für München ist das kein Großeinsatz.“ Auch die beschriebene Leibesvisitation habe nicht stattgefunden. Und das technische Equipment sowie der Datenträger mit dem Logo darauf seien nicht wie behauptet beschlagnahmt, sondern lediglich sichergestellt worden. Man habe damit weitere unerlaubte Projektionen verhindern wollen, so Timper. Denn die AfD hatte zu einem früheren Zeitpunkt bereits ein Gebäude mit der Projektion versehen - auch ohne Genehmigung. 

Verdacht auf Hausfriedensbruch steht im Raum

Statt Stimmungsmache gegen CSU und Polizei hat sich die AfD mit der Aktion nun eine Ermittlung eingehandelt. „Es steht der Verdacht des Hausfriedensbruchs im Raum“, sagt Polizeisprecher Timper. Und: Die Partei hätte für die Projektion eine Sondergenehmigung gebraucht - weil die auf der nahe gelegenen Autobahn Fahrenden durch das leuchtende Logo hätten abgelenkt werden können.

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