Lebensraum für 15.000 Menschen

Architekten zeigen Pläne: Das sind die Visionen für die Bayernkaserne

+
Damit die Menschen, die hier einmal leben, sich auch wohl fühlen, haben die Planer auf Freiflächen und Grün geachtet, zum Beispiel in den Innenhöfen. 

Neue Pläne der Architekten zeigen, wie das Areal aussehen könnte, auf dem einmal 15.000 Menschen wohnen sollen.

München - Langsam nimmt es Gestalt an, das Viertel, das auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne entstehen soll. 5000 bis 6000 Wohneinheiten mit insgesamt rund 15.000 Bewohnern sind derzeit geplant. Ein Stadtteil also mit mehr Einwohnern, als beispielsweise in Gemeinden wie Ebersberg leben. Den aktuellen Planungsstand stellten in der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann Vertreter des Planungsreferats und der zuständigen Architekturbüros – Hilmer Sattler Architekten, Max Dudler Architekten und Mahl-Gebhard-Konzepte – vor.

Das Gelände ist nochmal größer geworden

Sie eröffneten ihren Vortrag gleich mit der Ankündigung, dass das Projekt größer ausfallen wird als angenommen. Denn ein Areal im Osten des Kasernengeländes, auf dem derzeit noch BMW untergebracht ist, soll nun doch gemeinsam mit dem Rest des Geländes entwickelt werden. „Hier führen wir die Struktur der restlichen Bebauung fort“, erklärte Architektin Rita Ahlers von Hilmer Sattler. Ursprünglich war geplant, den Ostteil erst später in Angriff zu nehmen. Die Gesamtfläche, auf der das neue Viertel entstehen soll, wächst mit der Erweiterung von 48 auf 58 Hektar.

Die meisten der insgesamt 32 Baukörper sind als siebengeschossige Einheiten mit Innenhöfen geplant. Vier zwölfgeschossige Hochhäuser im Zentrum des Areals und zwei 22 Stockwerke hohe Gebäude im Norden und Süden runden das Ensemble ab.

Die Simulation zeigt, wie das Areal der Bayernkaserne einmal aussehen könnte. Nach Ende der Bauarbeiten 2028 sollen hier einmal 15.000 Menschen leben, eine Bewohnerzahl, die an die vieler Umlandgemeinden locker heranreicht. 

Auch wenn die Bebauung recht dicht angelegt ist, legten die Planer großen Wert darauf, auch ausreichend Freiflächen in ihr Konzept zu integrieren. So sind größere Grünflächen im Norden und Süden des Geländes vorgesehen, grüne Gassen verbinden die Wohnhöfe, und eine der Ost-West-Verbindungen im Viertel soll als Grünboulevard gestaltet werden. Zusätzlich bekommt das Viertel eine grüne Lunge: Ein zentraler Park soll den Bewohnern als Anlauf- und Treffpunkt dienen.

Nicht nur Wohnen - das Quartier muss leben

Dass es bei einem Projekt von solchen Dimensionen mit Wohneinheiten und Parks nicht getan ist, wissen auch die Verantwortlichen. Mehrere Schulen und Kindertagesstätten waren von Anfang an fester Bestandteil der Pläne. Auch wollen die Quartiersentwickler Läden und Gastronomiebetriebe insbesondere in den Erdgeschossen im Zentrum des Viertels unterbringen. „Öffentliche Nutzung, die das Quartier beleben soll“, stellt sich Isabell Klunker vom Münchner Architekturbüro Max Dudler vor. Damit das auch gelingt, plant die Stadt, im weiteren Verlauf des Projektes ein Quartiersmanagement einzusetzen, ähnlich wie beispielsweise im nicht weit entfernten Domagkpark, der auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne gebaut wird.

2018 soll der Stadtrat grünes Licht geben

Läuft alles nach Plan, soll der Stadtrat im kommenden Jahr grünes Licht für die Bebauungspläne geben, mit den Arbeiten könnte dann 2019 begonnen werden, sodass schon 2021 die ersten Wohnungen bezogen werden könnten. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Quartiers wird es allerdings aller Voraussicht nach noch etwas dauern: Das Abrücken der Baumaschinen ist für das Jahr 2028 geplant.

Annika Schall

Auch interessant

Meistgelesen

Jetzt bestätigt: Dieser Flagship-Store kommt bald in die Innenstadt
Jetzt bestätigt: Dieser Flagship-Store kommt bald in die Innenstadt
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
Reiter und Herrmann verteidigen zweite Stammstrecke gegen 650 Gegner
FCB-Meisterfeier: Sperrungen, Kontrollen und keine U-Bahn 
FCB-Meisterfeier: Sperrungen, Kontrollen und keine U-Bahn 

Kommentare