Polizeisprecher schildert Schwierigkeiten

Bayernkaserne: Was ist dran an Gewaltvorwürfen?

Riham Idris mit verletztem Arm Foto: dac

München - Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen gegen Sicherheitsmitarbeiter in der Bayernkaserne. Noch ist unklar, ob die Ermittlungen zu Ergebnissen führen.

 „Viele Vorwürfe werden aufgrund von Hörensagen erhoben“, schildert Polizeisprecher Thomas Baumann die Schwierigkeiten. Derzeit liegt eine Anzeige eines 17-jährigen Flüchtlings vor. Er soll Anfang September nach einem verbalen Streit mit Wachmännern von diesen geschlagen und getreten worden sein. In vier weiteren Fällen ermittelt die Polizei, weil sie von anderen Quellen von angeblichen Misshandlungen erfahren hat.

So auch im Fall der 17-jährigen Riham Idris aus Syrien, die von einem Wachmann mit einem Schlagstock geschlagen worden sein soll. Der Vorfall soll sich am 9. Oktober ereignet haben, als ein Verwandter der Frau einen Streit zwischen Flüchtlingen schlichten wollte und dabei von Security-Mitarbeitern geschlagen und getreten worden sein soll. Als die 17-Jährige die Wachmänner von ihrem Verwandten trennen wollte, soll einer der Männer auf sie losgegangen sein. In einem anderen Fall soll einer Frau, die kurz zuvor ein Kind entbunden hatte, angeblich kein Krankenwagen gerufen worden sein. Als ihr Mann sich beschwerte, soll es zu einem Gerangel mit einem Sicherheitsmann gekommen sein. Dabei soll die Windeltasche auf das Baby gefallen sein, das dadurch jedoch nicht verletzt worden war.

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