Sie kommen in andere Landkreise

1700 Flüchtlinge müssen raus aus der Bayernkaserne

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Die überbelegte Bayernkaserne wird geräumt.

München - Es wird ein riesiger Aus- und Umzug der Flüchtlinge. Am Freitag sollen 1700 Asylbewerber aus der Bayernkaserne in andere Unterkünfte aufs Land gebracht werden.

Sie machen in München Platz für die nächsten Flüchtlinge, die in der Bayernkaserne erwartet werden. Mit rund 20 Bussen will die Regierung von Oberbayern die Asylbewerber per Pendelverkehr in mehrere oberbayerische Landkreise und Städte außerhalb Münchens bringen. Die Regierung spricht von einer „Abverlegung“. Florian Schlämmer, Sprecher der Regierung von Oberbayern, sagt: „Wir haben in den vergangenen Wochen die Landratsämter und Rathäuser darauf vorbereitet, dass sie die Menschen in Unterkünften vor Ort unterbringen müssen.“

Hintergrund: Die Bayernkaserne ist eine Erstaufnahmestelle. Hier stellen Asylbewerber nach ihrer Ankunft ihre Asylanträge, werden registriert und medizinisch untersucht. Die Menschen sollten hier eigentlich nur maximal sechs Wochen bleiben. Nach vier Masernfällen im August wurde die Kaserne für Neuankömmlinge gesperrt, diese wurden in andere Bundesländer weiter geschickt, weil die Erstaufnahmestelle in Zirndorf bei Nürnberg ebenfalls aus allen Nähten platzte. Gleichzeitig durfte niemand die Bayernkaserne verlassen. Am heutigen Freitag wird diese Sperre aufgehoben. Rund je 200 der Asylbewerber kommen nach Niederbayern und Schwaben. Dass die Verlegung schon am Freitag abgeschlossen ist, hält Schlämmer eher für unwahrscheinlich – Montag und eventuell Dienstag könnten noch Busse abfahren. Außerdem haben rund 700 Asylbewerber Fahrkarten für Züge bekommen, mit denen sie in andere Bundesländer fahren.

Die Bayernkaserne dürfte sich aber bald wieder füllen, Schlämmer: „Bis zu 300 Asylbewerber kommen täglich nach München, da ist die Erstaufnahme wohl bald wieder ausgelastet.“

Johannes Welte

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