„Ich zahle nicht!“

Bombenfund in Freimann: Muss Anwohnerin doch nicht zahlen?

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Sprengstoff im Garten: Dr. Florian Englert unterstützt Witwe Melitta Meinberger.

Hoffnung für Melitta Meinberger? Der Anwalt der Freimannerin, auf deren Grund 10 Tonnen Munition gefunden wurden, hat angeblich Beweise dafür, dass seine Mandantin keinen Cent zahlen muss.

München - Wende im Kostenstreit bei der Beseitigung des Sprengstoffbunkers in Freimann! Bis jetzt war davon auszugehen, dass Melitta Meinberger (72) als Grundstücksbesitzerin alleine für die enormen Kosten (rund 500.000 Euro) aufkommen muss. Die Thomas-Wimmer-Stiftung hat sogar ein Spendenkonto eingerichtet. Jetzt meldet sich Dr. Florian Englert, Meinbergers Anwalt, zu Wort. Er hat angeblich Beweise dafür, dass seine Mandantin keinen Cent zahlen muss.

„Uns liegt ein Gutachten vor, wonach das Grundstück am Zwergackerweg zum Zeitpunkt des Kaufs in den 50er-Jahren als ‚geräumt‘ bezeichnet wird“, sagt Englert. Der Kampfmittelrechtsexperte unterstützt die Witwe wegen der „komplexen Rechtslage“, die der hochexplosive Sprengstofffund in der beschaulichen Siedlung vor etwa zwei Wochen nach sich zieht. Meinbergers Eltern haben das Grundstück demnach über die Bayerische Landessiedlungs GmbH gekauft – und darauf vertraut, dass sämtliche Bomben, Granaten und Phosphorraketen rechtzeitig aus dem Boden geholt wurden. „Auch die Stadt hat das Vertrauen von Frau Meinbergers Eltern durch die vielen Baugenehmigungen zusätzlich gestärkt“, sagt Englert.

Die tz hat die Bayerische Landessiedlungs GmbH um eine Stellungnahme gebeten, bis Redaktionsschluss am Donnerstagabend allerdings keine Antwort erhalten.

Johannes Heininger

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