Einige Stände müssen umziehen

Brennpunkt Elisabethmarkt: Darum sehen Bürger hier rot

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Wo jetzt drei Stände stehen, soll eine Feuerwehrzufahrt (rot markiert) ausgewiesen werden. Die Stände würden auf den Parkplatz umziehen (freie Fläche auf dem Bild).

München - Der Streit um den Elisabethmarkt in Schwabing reißt nicht ab. Nun wird wegen einer Feuerwehrzufahrt hitzig diskutiert.

Der Elisabethmarkt in Schwabing steht vor umgreifenden Umwälzungen: Die Stadt will die alten Standl abreißen und neue aufstellen. Parkplätze und Lagerflächen sollen in einer Tiefgarage verschwinden. Und die Stadtsparkasse plant an der Südseite des Marktes anstelle des Transformatorenhauses der Stadtwerke einen Wohnblock, in dem 400 Münchner zu moderaten Mieten einziehen sollen.

Die Stadtsparkasse bot dem Kommunalreferat an, die Zufahrt zu den Markt-Katakomben über die Tiefgarage des Wohnbaus zu führen. Dafür will die Sparkasse einen sieben Meter breiten unbebauten Streifen entlang des Neubaus.

Bei der Bürgerversammlung erklärte jüngst Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD), dass diese Feuerwehrzufahrt tatsächlich ein Viertel der Marktfläche benötigen würde. Laut Markwardt könnten alle Händler, die jetzt auf dem Markt sind, nach dem Umbau weitermachen. Ohne den Deal mit der Sparkasse müssten neun Händler weichen, denn dann käme die Garagenzufahrt auf den Markt. Die Sanierung des Marktes sei wegen der Hygiene-und Brandvorschriften unausweichlich.

„Jetzt wurde die Katze aus dem Sack gelassen“, so Hubertus von Medinger von der Bürgerinitiative Pro Elisabethmarkt. Der Marktumbau erfolge wegen des Wohnprojektes, nicht wegen neuer Hygiene-Gesetze. Die Online-Petition der Bürgerinitiative bei change.org „Rettung des Elisabethmarktes in Schwabing vor dem Abriss“ haben 4595 Unterstützer unterschrieben. Die Händler befürworten den Umbauplan. Bezirkschef Walter Klein (SPD): „Der Platz bleibt, wie er ist, kein einziger Baum wird angerührt.“

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