Passanten am Eisbach wundern sich

Bundeswehr-Einsatz im Englischen Garten

München - Ein ungewöhnlicher Bundeswehr-Einsatz im Englischen Garten hat am Mittwoch bei den Passanten für große Verwunderung gesorgt.

Den Münchner Fußgängern und Radlern dürften die tiefen, langen Risse im Belag der Dianabadbrücke schon lange aufgefallen sein: Von Einsturzgefahr konnte bei der Brücke, die über den Eisbach auf Höhe der Himmelreichstraße in den Englischen Garten führt, zwar keine Rede sein, für Bau- und Einsatzfahrzeuge wurde die Überfahrt indes bereits gesperrt. Die Brücke aus dem späten 19. Jahrhundert hat ihre besten Tage hinter sich, eine Sanierung ist dringend notwendig.

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Zu diesem Anlass rückten am Mittwoch Pioniere der Bundeswehr aus Ingolstadt an, um eine Behelfsbrücke im Abstand von zehn Metern zur Dianabadbrücke zu errichten. „Das war die schnellste und kostengünstigste Lösung“, sagte Thomas Rainer von der zuständigen Bayerischen Schlösserverwaltung der tz. Denn die Bundeswehr habe das entsprechend schwere Gerät vorrätig und „ist in der Lage, eine Behelfsbrücke innerhalb eines Tages aufzubauen“, erklärte Rainer.

Bei einer Routine­kontrolle aller Bauwerke im Englischen Garten hatten Prüfer des Staatlichen Bauamts festgestellt, dass die Dianabadbrücke unweit des Monopteros schwere Korrosionsschäden aufweist. Außerdem müsste das Fundament dringend erneuert werden. Hierfür war eine Sperrung der alten Brücke, die einst aus genieteten Blechträgern gebaut wurde, notwendig.

Für die Ersatzbrücke wiederum war es wichtig, dass sie schwerer Last standhält. „Für die Bauarbeiten brauchen wir einen 60-Tonnen-Kran“, erklärt Rainer. Die Zeit rennt: Der Wasserstand des Eisbachs ist zurzeit sehr niedrig, was für die Renovierungsarbeiten optimal ist.

Im Frühjahr dieses Jahres soll die Erneuerung des Fundaments an der Dianabadbrücke abgeschlossen sein. Feinarbeiten gibt es dann nur noch an dem Geländer, dessen historische Gusseisenbaluster erhalten bleiben sollen. Bis dahin müssen Radler und Fußgänger auf die Bundeswehrbrücke ausweichen.

LAY

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Rubriklistenbild: © dpa

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