Von wegen altes Eisen!

"Die 66"-Messe zeigt, was heuer im Trend liegt

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Sigrid Goldstein mit einem Senioren-Handy.

München - Was ist heuer bei junggebliebenen Senioren angesagt? „Die 66“, Deutschlands größte 50plus-Messe im MOC (Lilienthalallee 40), zeigt viele Beispiele.

Die Messe feiert zehnjähriges Jubiläum und beweist: Wer über 50 ist, gehört noch längst nicht zum alten Eisen. Schönheit, Gesundheit, neue Medien, Mobilität: alles dabei. An diesem Samstag und Sonntag hat die Messe jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die 450 Aussteller haben für jeden Typ das Passende. Über 300 Vorträge und Workshops bieten Hintergrundinfos. Auch Promis wie der Schauspieler Horst Janson (78) oder die Regisseurin Doris Dörrie (58) sind am Wochenende zu Gast. Tageskarten gibt’s für sieben Euro, mit Rentnerausweis für fünf Euro. Was Sie alles erwartet? Die tz hat sich vorab schon einmal in den Hallen umgesehen. Andreas Huber

Mit diesem Ding klingelt’s

Natürlich hat Sigrid Goldstein (75) aus München längst ein Handy. Die Seniorin ist technisch voll auf dem Laufenden. Aber so ein Klapphandy mit großen Tasten und Buchstaben: „Das wär schon was für mich.“ Praktisch: „Viele Modelle sind mit einem Notrufknopf versehen. Außerdem gibt es mittlerweile Telefone mit Ortungssystem über Satellit“, so René Becker von Panasonic. Preis: 40 bis 119 Euro.

Köpfchen zeigen mit Airbag!

Den Airbag für Radler bietet Stephanie Müllmann (24) zum Kauf an. „Im Alter sind wir Menschen viel anfälliger für Verletzungen, wenn’s mal scheppert – gerade als Radfahrer“, sagt die Oldenburgerin, die für einen schwedischen Hersteller arbeitet. Der lebensrettende Airbag (ab 200 €) wird als Kragen oder Schal um den Hals getragen. Müllmann: „Der Radler ist damit optimal geschützt. Sogar dreimal besser als mit Helm.“

Aushängeschild Zähne

So bleiben die Beißer gesund! Dr. Michael Jandl, mit 70 selbst ein Best Ager, ist Spezialist in Sachen Alters-Zahnmedizin. Darüber spricht er auch auf der Messe, sagt zum Beispiel: „Für gute Implantate gibt’s keine Altersgrenze.“ Besucherin Karin Hubert (65) aus Ahrensberg kommt schon zum sechsten Mal: „Für uns Alte ist das wahnsinnig interessant. Mich interessieren Gesundheit und Reisen.“

Mobilität leicht gemacht!

„Das ist der TravelScoot, das leichteste Elektromobil der Welt! Und zwar mit Abstand“, sagt sein Erfinder, Hartmut Huber (70). Gebaut hat der Münchner das faltbare E-Mobil (ab 1580 €), weil er selbst ein Fortbewegungsmittel gebraucht hat. „Ich hab’ überall geschaut, aber es gab einfach nix.“ Bloß 16 Kilo wiegt das gute Stück. Natürlich lässt es sich auch leicht ins Auto heben und wunderbar transportieren. Fotos (4): Michael Westermann

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